Elternbeirat

Herzlich willkommen auf den Seiten des Elternbeirates

 

Liebe Eltern, liebe andere Mitglieder der Schulfamilie!

 

Möglicherweise kam bereits die Frage auf, ob denn ein Elternbeirat existiert. Ich darf Allen, als Vorsitzender dieses Gremiums versichern, dass es uns nicht nur gibt, sondern wir auch im Hintergrund emsig tätig waren. Unsere Gesichter und Informationen zu den Tätigkeitsschwerpunkten finden Sie auf den Seiten des Elternbeirates. In Pandemiezeiten sind leider die Kommunikationswege andere, als bei dem üblichen Verlauf eines Schuljahres und wir stünden Ihnen allen bei den üblichen schulischen Veranstaltungen auch gern  von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Die „besonderen Umstände der Zeit“ hatten sich jedoch bereits bei der Wahl des Elternbeirates bemerkbar gemacht, die deshalb auch erst spät im Schuljahr erfolgt ist. Für ein ordentliches Wahlverfahren existieren viele Aspekte, die beachtet - und eingehalten - werden müssen, um ohne Durchführung einer Veranstaltung, bei der sich Kandidat*innen live vorstellen können, in einem demokratisch legitimierter Ergebnis zu münden. Die ausgeschiedenen Mitglieder des letzten Elternbeirates wissen ein Lied davon zu singen. Gerade die bisherigen Funktionsträger haben sich sehr bemüht, den neuen Beirat über die laufenden Vorgänge zu informieren und einzuarbeiten. Dafür mein herzlicher Dank an den ausgeschiedenen bisherigen Beirat für das erbrachtes Engagement und den hohen geleisteten Zeitaufwand. Mit dem neu geschaffenen Wahlverfahren existiert nun ein Mechanismus, der auch in Zukunft Anwendung finden kann.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Diesmal konnten tatsächlich alle zwölf maximal möglichen Positionen für Mitglieder Elternbeirat besetzt werden und das bei einer fantastischen Wahlbeteiligung von über 54%! Dafür sei allen Wähler*innen  ebenso gedankt, wie denjenigen, die als Kandidat*innen bereit waren, sich einzubringen. Sieben weibliche und fünf männliche Bewerber*innen erhielten jeweils die höchste Stimmenzahl. Die Ergebnisse der Wahl waren auf der Seite des Elternbeirats veröffentlicht. Kinder der Beiräte finden sich in fast allen Klassenstufen, so dass mittelbar Unter-, Mittel- und Oberstufe sehr gut repräsentiert sind. Gerade bei dem Beirat anfangs fehlender Kommunikation mittels Mail, erwies es sich als wertvoll, wenigstens über unsere Kinder die unterschiedlichen Nöte und Sorgen, aber auch Ideen und Pläne über alle Altersstufen hinweg, „auf kurzem Weg“ direkt kommuniziert zu bekommen.

 

Natürlich würden wir gern breiter „hören und sehen“ und mit allen anderen Gremien und ebenso Einzelnen in Kontakt treten. Hier zeigt sich das fehlende Konzept des Kultusministeriums, einer flächendeckend für alle Schulen bereitzustellenden Kommunikations-Infrastruktur, wie man sie im Digitalzeitalter erwarten sollte, besonders deutlich. Einfachste Dinge, wie die Anpassung der E-Mail-Weiterleitung, bereiten oft größte Probleme, weil der Beirat nicht frei in der Wahl der  technischen Infrastruktur ist und zunächst auf Kooperation zählen muss. Darunter litt auch die Kommunikation mit den Klassenelternsprechern. Diese bitte ich besonders um Verständnis. Gemeinsam mit der Schulleitung arbeitet der Elternbeirat intensiv an Möglichkeiten, geeignete Techniken, wie Video-Konferenzmöglichkeiten, zu installieren und bereitzustellen. Dies ist ein gemeinsames Anliegen vieler Schulen im Landkreis, wie in Bayern insgesamt. Vorhandene Infrastruktur für den schuleigenen Betrieb kann aus Gründen des Datenschutzes nicht einfach durch den Beirat genutzt werden, auch wenn dies sicher einiges vereinfachen würde. Die schuleigenen personellen Ressourcen sind durch die ständig wechselnden Vorgaben auf das Äußerste belastet. Diese Probleme sind nicht hausgemacht, sondern der hierarchischen Struktur des Schulwesens mit Durchreichung von Anweisungen von oben nach unten geschuldet - in teilweise abstrus anmuteten Zeiträumen „von jetzt auf gleich“ und häufig ohne eigenen Entscheidungsspielraum der Schulen selbst. Zusammenbrechende Server, Anmeldeproblem, usw. haben eine deutliche Sprache in Bezug auf seit langem kritisierte, mangelnde Ausrüstung im IT-Sektor an den Schulen in Bayern gesprochen. Immerhin gibt es auch Fortschritte, so z.B. beim WLAN an unserem Gymnasium. Unser Bemühen wird – bei allen technischen Einschränkungen - aber in erster Linie immer zuoberst den SchülerInnen und Schülern gelten, für die wir – gemeinsam mit der Schulleitung – versucht haben, und weiter versuchen werden, im Rahmen der sich ändernden Randbedingungen, Härten abzumildern und Vorgaben flexibel anzupassen. Trotz hohen Entscheidungsdrucks, versuchen wir dabei Aktionismus zu vermeiden.

 

Die Vielzahl der Kandidaturen und die hohe Wahlbeteiligung zeigt, dass Sie liebe Eltern, am Thema Schule starkes Interesse haben. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen. Um den Wirkungsbereich des Elternbeirates zu erweitern, soll verstärkt auf die Einrichtung von „Arbeitskreisen“ (AKs) gesetzt werden. Das Konzept wurde auch in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert.

 

Die Arbeit des Beirates selbst unterliegt der Vertraulichkeit, Dritte können nur unter formalen Bedingungen eingebunden werden, diverse Pflichten reduzieren die Möglichkeiten, Zeit für Sachthemen zu verwenden. Es ist unwahrscheinlich, dass die gewählten Vertreter im alleinigen Besitz der Weisheit sind und deshalb „besonders qualifiziert“ entscheiden könnten. Arbeitskreise widmen sich inhaltlich umgrenzten Teilaspekten, dienen einer transparenten Beteiligung möglichst der gesamten Schulfamilie. Sie nehmen Probleme auf, recherchieren Hintergrundinformationen, prüfen vorgeschlagene oder bestehende Verfahren im Schulalltag, diskutieren und entwickeln geeignete Wege zur Problemlösung, können diese selbständig oder gemeinsam mit dem Elternbeirat, oder über diesen, mit anderen Gremien umzusetzen versuchen. Seit geraumer Zeit eingeführte und bewährte Beispiele für diese Form der Sacharbeit sind der AK Digitalisierung und der AK Bus.

 

Das Prinzip: AKs können

- zu Schwerpunktthemen gegründet werden,

- zu Beginn nur aus einer Person bestehen,

- sich eine Agenda in Absprache mit dem Elternbeirat geben und

- Mitglieder aus allen Teilen der Schulfamilie (Eltern, Schüler, Lehrer) haben, aber auch

  fremde Dritte können, insbesondere beratend aufgrund besonderer Sachkenntnis, einbezogen

  werden.

 

Jeweils ein Mitglied des Elternbeirates dient als Betreuer für den AK, um die Klärung von Sachfragen an einem Arbeitskreis übertragen zu können, Ergebnisse der Sacharbeit zurück zu erhalten, auf dessen oft tiefer gehende Kenntnisse durch besondere Einarbeitung in das Sachgebiet zurück zu greifen, und, bei Bedarf, auch Hilfe bei der Bereitstellung von Ressourcen zu leisten. Arbeitsergebnisse werden dokumentiert, um zukünftig weiter genutzt werden zu können.

 

Leider ist es zur Zeit nicht möglich, den einzelnen AKs eigene Mail-Adressen über den Schulserver zur Verfügung zu stellen. Wir arbeiten auch hier an rechtskonformen Lösungen zur Verbesserung der Situation. Bis dahin wollen Sie bitte UNBEDINGT in die Betreffzeile einer an einen einzelnen Arbeitskreis gerichteten E-Mail, ALS ERSTES den NAMEN DES AK eintragen, z.B. AK BUS. Hierdurch ist eine automatische Weiterleitung an den richtigen Betreuer gewährleistet.

 

Aktuell sind insbesondere die AKS „Corona“ und „Digitalisierung“ von besonderem Interesse, weil bei ersterem auftauchende Probleme zu allen Aspekten im Umgang mit der Pandemie behandelt werden und beim zweiten, alles was mit der notwendigen Anwendung digitaler Techniken im Bereich der Bildung zusammenhängt, thematisiert wird. Dorthin können Sie sich z.B. wenden, wenn Sie aus Elternsicht Fragen zum Datenschutz, WLAN-Einsatz oder  technischen Problemen haben. Natürlich ist nicht jeder von allen Problemstellungen gleichermaßen betroffen.

Eine Übersicht mit den dieses Jahr etablierten Arbeitskreisen mit Stichpunkten zur Thematik und Name des Betreuers im Beirat finden Sie unten angeführt. Der Elternbeirat würde sich sehr freuen, wenn Sie die Möglichkeit zur Mitarbeit in den Arbeitskreisen nutzen würden.

 

Ihr Ralf Wawerla

Vorsitzender des Elternbeirats