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Anne-Frank-Gymnasium Erding - Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium

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Geografie

Fachschaft Geografie

Warum Geographie?

„Die Geographie vertritt das Reisen und erweitert den Gesichtskreis nicht wenig. Sie macht uns zu Weltbürgern und verbindet uns mit den entferntesten Nationen. Ohne sie sind wir nur auf die Stadt, die Provinz, das Reich eingeschränkt, in dem wir leben. Ohne sie bleibt man, was man auch gelernt haben mag, beschränkt, begrenzt, beengt. Nichts bildet und kultiviert den gesunden Verstand mehr als Geographie.“

Immanuel Kant Vorlesungen zur Physischen Geographie, nach Mitschrift eines Studenten (Quellenlage unsicher)

Warum Geographie?

Die Welt verändert sich, täglich und immer schneller. In dieser Welt müssen unsere Schüler leben und mit ihr und ihren Veränderungen umgehen können. Das Fach Geographie bietet den Schülern die Möglichkeit, sich mit diesen räumlichen Strukturen und Prozessen zu beschäftigen. Zudem kann die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit und enormen Vielfalt, zugleich aber auch in ihrer Verletzlichkeit kennen gelernt werden, um zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit ihr und ihren Ressourcen zu gelangen. Dabei zeigt das Fach Geographie an diversen Beispielen aus dem Heimatraum, aber auch aus anderen Teilen der Welt, die gestaltenden Naturkräfte, aber auch den raumprägenden Einfluss des Menschen auf.

Dass die Geographie stets ein Faktorenkomplex ist, wird im Unterricht deutlich, wenn Inhalte der Physischen Geographie, der Anthropogeographie und der regionalen Geographie zum Tragen kommen, aber auch Nachbarwissenschaften wie die Geologie, Meteorologie, Ozeanographie und Stadtplanung von Bedeutung sind. Zudem ergeben sich Berührungspunkte mit anderen Fächern wie Geschichte, Sozialkunde und Wirtschaft und Recht, aber auch Physik, Chemie, Biologie und Natur und Technik in den verschiedenen Jahrgangsstufen.

Das Fach Geographie leistet auch einen wichtigen Beitrag zur allgemeinen gymnasialen Bildung und zur Persönlichkeitsbildung.

So lernen die Schüler zum einen, sich im Raum zu orientieren und Informationen geographisch einzuordnen, zum anderen wird aber auch die Raumwahrnehmung geschult, was die Einordnung von Einzelphänomenen in einen globalen Zusammenhang ermöglichen soll. Auch ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen sind wichtig, ein Abwägen von Ökonomie und Ökologie.

Dadurch, dass globale und regionale Bezüge Inhalte des Unterrichts sind, wird auch ein Beitrag zur Identitätsfindung, Weltoffenheit und Toleranz geleistet. Hierzu vergleichen die Schüler ihren Heimatraum mit ihnen unbekannten Regionen und erhalten so einen Einblick in die kulturelle Vielfalt. Eng damit verknüpft sind die Politische Bildung und Globalisierung, die Lernenden werden angeregt, eigene (geographische) Standpunkte argumentativ darzustellen, sie können problemlösendes Denken erproben und mögliche Lösungswege kennen lernen. Somit leistet das Fach einen Beitrag dazu, dass die Schüler als politisch interessierte Bürger aktiv an raumwirksamen Prozessen teilnehmen können.

Zudem hilft das Fach Geographie, die Medienkompetenz der Schüler zu fördern und festigen. Die Geographie mit ihrer Vielfalt auch an aktuellen Themen auf lokaler, regionaler und globaler Ebene soll die Lernenden dazu anregen, sich auf unterschiedliche Weise Informationen aus den traditionellen und modernen Medien zu beschaffen, auszuwerten, zu präsentieren und auch zu beurteilen.

Weitere Informationen:

Den Lehrplan finden Sie unter www.lehrplanplus.bayern.de

Veranstaltungen & Projekte

Geoscopia - Projekt der 10. Klassen

„Ich will, dass ihr handelt, als würde euer Haus brennen, denn das tut es“– Mit diesen Worten rief Greta Thunberg 2019 auf der Jahrestagung des Weltwirtschafsforums in Davos zu sofortigen Maßnahmen gegen den Klimawandel auf. Im deutlichen Gegensatz dazu stehen aktuelle öffentliche Meinungen, die die menschlich verursachte Globale Erderwärmung leugnen. Was sind nun aber die wissenschaftlichen Fakten? Und welche politischen Interessen und Handlungen hängen mit dem Klimawandel zusammen? Dies sind zentrale Fragen des Geographieunterrichts in der 10. Jahrgangsstufe. Im Lehrplan ist die Auseinandersetzung mit dem anthropogenen Treibhauseffekt, vor allem mit dessen Ursachen und Folgen, fest verankert. Darüber hinaus sollen die Jugendlichen auch verschiedene Ansichten zum Thema Klimawandel kennenlernen und kritisch reflektieren. Wie bereits letztes Jahr, bot auch in diesem Schuljahr die Organisation Geoscopia Umweltbildung je einen Vormittag einen Workshop für die 10. Klassen zu dieser Thematik an. Geoscopia ist bundesweit tätig und arbeitet in Kooperation mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW, der Natur- und Umweltschutzakademie NRW und Germanwatch. Vorab warfen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einem Referenten einen Blick auf unseren Planeten. Anhand von archivierten und aktuellen Satellitenbildern wurden Veränderungen auf der Erdoberfläche sichtbar gemacht und in Zusammenhang mit dem Prozess der Globalen Erderwärmung betrachtet. Im Rahmen dessen wurden auch Hintergrundinformationen über die Weltklimakonferenz und insbesondere über das Pariser Klimaabkommen vermittelt. In der anschließenden Simulation einer Weltklimakonferenz schlüpften die Jugendlichen in die Rollen verschiedener Interessensvertreter, setzen sich somit mit unterschiedlichen Positionen zum Klimawandel auseinander und führten Verhandlungen. Dies ermöglichte einen spielerischen Perspektivwechsel sowie eine differenzierte und kritische Betrachtung der öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Klimawandel. Insgesamt wurde den Schülerinnen und Schülern verdeutlicht, dass nicht nur der Prozess der Globalen Erwärmung komplex ist, sondern auch das darauf bezogene politische Handeln, bei welchem verschiedenste Interessen verfolgt werden und ebenso berücksichtigt werden müssen. Klar wurde aber auch, dass das einzig wirkliche Interesse auf einer global verantwortungsvollen Klimapolitik liegen sollte. Oder mit den Worten von Greta Thunberg auf der Klimakonferenz von Madrid: „Ohne das Gesamtbild zu sehen, werden wir diese Krise nicht lösen. Die Suche nach ganzheitlichen Lösungen ist das, worum es gehen sollte!“

Katharina Stadler (Geographielehrkraft)

Exkursion Konversionsgelände Erding im Rahmen der Wissenschaftswoche 2023/24

Am Dienstag, den 24. 10.2023, machten sie elf Schülerinnen und Schüler der Geographie-Gruppe der Wissenschaftswoche der 11. Klassen auf, um unter dem Rahmenthema „Nachhaltigkeit“ mehr über das Konversionsgelände Erding im Rathaus Erding zu erfahren. Dort wurden Sie von Herrn Oberbürgermeister Gotz, Herrn Famira-Parcsetich, dem Leiter der Abteilung für Stadtentwicklung, und seinen Mitarbeitenden begrüßt. Nach einem beeindruckenden virtuellen Drohnenflug über das 412 ha große Gelände, das noch vom Bund verwaltet und von der Bundeswehr genutzt wird, erfolgte die Information, dass die Stadt Erding das Gelände erwerben und nachhaltig einen neuen Stadtteil entwickeln möchte. So gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Gebäuden wie Lagerhallen und Mannschaftsgebäude, die teils umgenutzt werden können. Zudem sollen etliche neue Gebäude, v.a. mit unterschiedlich großen Wohnungen für alle Altersgruppen im Geschosswohnungsbau mit Gemeinschaftsflächen entstehen, um neuen und auch bezahlbaren Wohnraum für etliche Tausend BürgerInnen und Bürger zu schaffen. Erschlossen werden soll das verkehrsberuhigte Gelände durch einen neuen S-Bahnhof und Fuß- und Fahrradwege, private PKW sollen weitgehend außen vor gelassen werden. Dazu sollen zentrale Parkmöglichkeiten in Form von beispielsweise Parkhäusern entstehen. Zudem sollen die weiträumigen Grünflächen sinnvoll, nachhaltig und die Natur erhaltend in das Gesamtkonzept integriert werden, auch um den Klimaschutzgedanken umzusetzen und beispielsweise im Sommer für Kühlung zu sorgen. Das Gebiet soll aber nicht nur als Wohn- und Erholungsraum dienen, auch eine Gewerbeansiedlung ist vorgesehen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Dies alles soll in organischem Wachstum geschehen. Um eine breite Akzeptanz zu erhalten, gibt es viele Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung wie Vorträge, Wettbewerbe und Diskussionsrunden. Nachdem die Schülerinnen und Schüler dies alles und noch viel mehr erfahren hatten, wurde noch ein Modell des Konversionsgeländes erläutert, das die Dimensionen des Vorhabens verdeutlichten und Probleme wie Altlasten und Rückbau thematisiert, bevor der Rückweg in die Schule angetreten wurde. Wir danken Herrn Famira-Parcsetich und seinen Mitarbeitenden für einen sehr aufschlussreichen und interessanten Einblick in die Stadtentwicklung der Stadt Erding!

Seminare

Zu folgenden Themen wurden in den letzten Jahren Seminare angeboten:

P-Seminare im Fach Geografie
Schuljahr Thema
2024/25 Krimigeocaching
2023/24 Gemeinsam für die Umwelt – Projekt des Anne-Frank-Gymnasiums und der Klinik Wartenberg
2022/24 Panung, Organisation und Durchführung einer Exkursion für die 5. Klasse (Bauernhofexkursion)
2021/23 Planung, Organisation und Durchführung einer Exkursion in der Unter- oder Mittelstufe
2020/22 Planung und Erstellung eines Wandertagsführers
2017/19 Planung, Organisation und Durchführung einer Exkursion in der 5. Klasse
W-Seminare im Fach Geografie
Schuljahr Thema
2021/23 Tropen
2018/20 Stadtgeographie
2014/16 Plattentektonik
2011/13 Naturkatastrophen – Der Mensch und die Naturgewalten
2010/12 MEGACITIES – Ausprägung in den verschiedenen Kulturerdteilen

Wettbewerbe

Diercke Wissen

Wissen Sie, wie die größte französische Insel im Mittelmeer heißt? Was ein Hühnergott ist? Oder wie der Fachbegriff für die windarmen Gebiete zwischen ungefähr dem 25. und 35. Breitengrad beiderseits des Äquators lautet?

Diesen und vielen weiteren Aufgaben und Fragen stellten sich die Siebt- bis Zehntklässler des Anne-Frank-Gymnasiums im Rahmen des Diercke WISSEN Wettbewerbs, Deutschlands größtem Geographiewettbewerb für Schüler und Schülerinnen, der jedes Jahr von der Westermann Gruppe gemeinsam mit dem Verband Deutscher Schulgeographen e.V. (VDSG) veranstaltet wird.

Innerhalb von 20 Minuten gilt es eine Vielzahl von Aufgaben zu beantworten, die nicht nur das räumliche und thematische Wissen der Schüler/-innen prüften, sondern auch deren Methodenkompetenz.

Nachdem die Klassensieger ermittelt worden sind, treten diese gegeneinander an, um aus ihren Reihen den/ die Schulsieger/in zu ermitteln. Als Anerkennung bekommt diese/r für seine/ihre Leistung eine Urkunde und einen Büchergutschein.