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Anne-Frank-Gymnasium Erding - Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium

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Erasmus+ Schule

Themen in diesem Bereich

Europa wächst zusammen

Kaum ein Bereich des schulischen Lebens wurde durch die Pandemie so getroffen wie Austausche und ähnliche Veranstaltungen.

Trotzdem und gerade deshalb ist unser Erasmus Team eifrig bestrebt, diesen so wichtigen Teil unserer internationalen Beziehungen für die Schulfamilie am Leben zu halten.
Erasmus plus ist ein von der Europäischen Union organisiertes und finanziertes schulisches und universitäres Austauschprogramm und fördert damit Fahrten unserer und anderer europäischer Schulen.

Da nach der „Dunkelheit“ der Pandemiejahre der europäische Gedanke wieder besonders strahlend erweckt werden sollte, hat nach der notwendigen langen Organisationsphase das AFG in diesem Schuljahr unter dem Motto Rebroadening the Horizon ein neues Austauschprojekt aufgenommen.

Dieses Projekt für die Jahre 2022 bis 2024 führen wir mit Schulen aus Nordfinnland, Südfrankreich, Spanien und Sizilien durch. Dabei besuchen jeweils 10 Schüler und zwei Lehrkräfte der beteiligten Schulen einander.

Das bedeutet konkret, dass die spanischen, italienischen, französischen und 10 AFG-Schüler der 9. Klassen in diesem Schuljahr zunächst Oulu (Finnland) im November 2022 und Valladolid (Spanien) im März 2023 besuchen werden. Die Fahrten nach Sizilien und Südfrankreich folgen im Schuljahr 2023/24, bis schließlich im Herbst 2024 dann 40 Schüler der Partnerschulen das AFG besuchen werden. Aufregende Tage im Leben der Schüler und der beteiligten Schulen sind also garantiert.

Berichte über die Erlebnisse mit den europäischen Mitschülern und die spannenden Ereignisse in den Gastländern bzw. bei den Gastfamilien werden an dieser Stelle zu lesen sein.

Um diese große Aktion zu planen und zu koordinieren und natürlich auch, um sich zunächst mal kennen zu lernen, haben sich die Lehrkräfte der beteiligten Partner im Frühjahr 2022 in Erding getroffen. Allein das waren schon turbulente Tage, da natürlich notwendig war, Programme und Aktionen für die Besuchswochen bis 2024 festzulegen und zu planen.

Somit freut sich das gesamte Erasmusteam natürlich sehr, dass wir nach dem coronabedingten vorzeitigen Abbruch unseres abgelaufenen Projekts wieder mittendrin sind, wenn es heißt: Europa wächst zusammen!

StD Thomas Grasy

Reiseberichte

Bella Sicilia – Erasmusfahrt nach Italien
Bella Sicilia – Erasmusfahrt nach Italien

Wir, zehn Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen des Anne-Frank-Gymnasiums, bekamen durch das Erasmus+ Austauschprogramm der EU die Möglichkeit, in der Woche vom 6. bis zum 13. April 2024 in das wunderschöne Canicattini Bagni, eine Kleinstadt in Sizilien mit rund siebentausend Einwohnerinnen und Einwohnern, zu reisen, um neue Einblicke in den dortigen Alltag und die sizilianische Kultur zu erhalten. 

Nach unserer Landung am Flughafen in Catania am Samstagmittag wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien begrüßt und konnten diese auf der einstündigen Autofahrt nach Canicattini Bagni bereits ein wenig kennenlernen. In unseren neuen Heimen angekommen wurden wir mit köstlicher sizilianischen Küche beehrt und verbrachten den Nachmittag bei den Familien der jeweiligen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern. Am späten Abend traf sich unsere gesamte Gruppe in einer Pizzeria vor Ort und wir Deutsche tauschten bereits unsere ersten Eindrücke untereinander aus. Nach dem Essen suchten wir die Innenstadt auf und schlossen dort neue Bekanntschaften mit sehr vielen Freundinnen und Freunden sowie Verwandten unserer Austauschfamilien, sodass wir erst spät wieder zurück in unserem neuen Zuhause waren. 

Am Sonntag hieß es dann: Ab ans Meer! Obwohl es unseren italienischen Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern eher zu kalt war, gingen wir sofort ins Wasser. Tja, die sind halt anderes gewohnt! Am Abend waren wir alle bei der Gastfamilie von Veit, einem unserer Mitschüler, zu Besuch und spielten gemeinsam Fußball, was insgesamt die Woche über eine sehr häufige Freizeitbeschäftigung war. 

Das offizielle Programm startete erst am Montag. Bei einer Willkommenszerenomie in unserer Austauschschule wurden die verschiedenen Nationalhymnen der teilnehmenden Länder Italien, Finnland, Spanien, Frankreich und natürlich Deutschland gesungen und die jeweiligen Flaggen geschwenkt. Unsere Gastgeberinnen und Gastgeber mussten sich auf Deutsch vorstellen und wir uns auf Italienisch, was wir erstaunlicherweise ohne größere Probleme schafften.  In einer kurzen Vorstellung von Videos über jeweils zwei Sehenswürdigkeiten, die alle in ihren Heimatländern vorbereiten sollten, präsentierten wir unsere wunderschöne Erdinger Innenstadt und die weltberühmte Therme Erding.  Bei einer „living pictures activity” als völkerverbindendes Projekt wurden am Dienstag von uns als Darstellerinnen und Darsteller berühmte Kunstwerke aus ganz Europa nachgestellt und lebendig gemacht. Die Verkörperung des Bildes „La Liberté guidant le peuple” von Eugène Delacroix konnte dabei den ersten Preis ergattern. 

Der Mittwoch startete früh mit einer Fahrt auf den Vulkan Ätna. Zwar war es auf dem Berg sehr windig, weshalb sich unsere mitgebrachten Jacken lohnten, aber nicht wirklich so kalt, wie wir erwartet hatten. Nachdem die informative Tour, welche nur wenige hundert Meter vom Busparkplatz entfernt an einem Nebenkrater des Ätna stattfand, beendet war, wurde das nächste Ziel des Tages angepeilt: Taormina.   Dort aßen wir zu Mittag, wobei wir zusammen mit den finnischen Schülerinnen viel zu lachen hatten, da die angekündigten Pistaziennudeln bei weitem nicht der einzige Gang waren und das Essen scheinbar kein Ende nahm.  Anschließend besuchten wir ein wunderschönes griechisches Theater und durften uns danach noch etwas in der Stadt umsehen, bevor es schon wieder zurück nach Canicattini Bagni ging.  

Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus in die Hafenstadt Syrakus. Zuerst sahen wir uns das „Ohr des Dionysios“ (nicht der Gott Dionysos) an. Dabei hat uns Herr Gwuzdz eine überaus interessante Führung zur Geschichte des Ortes gegeben und erklärt, dass das Ohr eine künstliche Felsspalte ist, die so geformt ist, dass es innen stark hallt und man so alles, was unten am Boden gesagt wird, auch noch oben hören kann. Der damalige Herrscher Dionysios, der wohl sehr machtgierig gewesen war, hatte sich das zu Nutzen gemacht, um seine Bürgerinnen und Bürger besser kontrollieren zu können.  Danach suchten wir Siziliens größtes griechisches Theater auf und begaben uns kurz darauf wieder zu den Bussen. Später betraten wir die „Insel“ Ortigia, wobei der Übergang vom Festland auf die Insel einigen von uns überhaupt nicht auffiel, da er nur über eine kleine Brücke führte. Im Anschluss durften wir die Stadt noch erkunden und besuchten am Nachmittag die alte und eindrucksvolle Kirche von Syrakus. Schließlich machten wir uns wieder zurück auf den Weg nach Canicattini Bagni. 

Am Freitag war der erste Programmpunkt das Naturreservat von Vendicari. Dort bekamen wir erst eine Rundführung, bei der wir sogar aus einiger Entfernung rosa Flamingos in der wunderschönen Natur beobachten konnten. Anschließend wurden wir durch eine alte Tunfischfabrik geführt und bekamen in einem Museum alles genauer erklärt.  Danach fuhren wir mit dem Bus weiter in die Barockstadt Noto. Anfangs durften wir diese allein erkunden und nahmen im Anschluss an einer Führung teil, wobei uns vor allem die zahlreichen Kirchen und Paläste vorgestellt wurden.  Am Abend begann gegen 20 Uhr die Abschiedsparty, zu der sich alle verkleiden sollten.  Mit Abstand die besten Kostüme hatten hier die Lehrkräfte! Außerdem wurden verschiedene Tänze aufgeführt, die immer typisch für ein bestimmtes Land waren. So lernten wir einen finnischen Tanz und zeigten den Finninnen im Gegenzug „Wir fahren mit dem Bob”. Nach dem Essen der Abschiedskuchen, die jeweils eine Flagge eines teilnehmenden Landes trugen, war dann schon um 22:30 Uhr Schluss und wir mussten uns von den neuen Freundinnen und Freunden aus Finnland, Frankreich und Spanien verabschieden. 

Am letzten Tag fand ein emotionales Abschiednehmen von unseren Gastfamilien am Flughafen in Catania statt, bevor es für uns in den Flieger Richtung Heimat ging. 

Tatsächlich konnten wir in der Woche viele unvergessliche Eindrücke sammeln und kulturelle Unterschiede erkennen, von dem Tragen von Straßenschuhen im Haus bis hin zu den unterschiedlichen Definitionen der Pünktlichkeit, wobei das viele und köstliche Essen besonders eindrucksvoll war. Darüber hinaus bemerkten wir auch viele Gemeinsamkeiten, wie eine Vorliebe für das Kartenspiel Uno, das wir oft spielten. 

Ein besonders großer Dank geht von uns an die vielen Organisatorinnen und Organisatoren, die Gastfamilien und allen weiteren Beteiligten des Erasmus+ Programms, ohne die diese wundervolle und einzigartige Erfahrung nie möglich gewesen wäre! Wir freuen uns bereits auf den im Oktober anstehenden Besuch der Austauschpartnerinnen und Austauschpartner in Erding. 

Anton Grüner (9D), Emelie Mühlberger (9E), Simon Pointner (9E)

Vive la France – Erasmusaustausch in Frankreich
Vive la France – Erasmusaustausch in Frankreich

In der ersten Oktoberwoche (30.9. – 7.10.) durften wir, zehn Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe und vier Lehrkräfte, eine Woche im Rahmen des Erasmus-Programmes in der beschaulichen Gemeinde Vallon- Pont d’Arc im Süden Frankreichs verbringen. Doch wir waren nicht die einzigen Gäste, auch jeweils 10 Schülerinnen und Schüler aus Finnland, Spanien und Italien waren mit dabei, dazu unsere französischen Gastgeberinnen und Gastgeber.

Nach unserer Ankunft am Samstag haben wir zunächst die wunderschöne Region Ardèche mit ihren Bergen und Flüssen zusammen mit unseren Gastfamilien erkundet, bevor es für uns am Montagmorgen in das französische Collège „Henri Ageron“ ging. Nach der Begrüßung aller europäischen Besucherinnen und Besucher wurden wir zunächst in der Schule herumgeführt, bevor jedes Land die zuvor vorbereiteten Präsentationen vorstellte. Passend zu dem Motto dieser Woche „Sport und Natur“ ging es dabei um je zwei landestypische Sportarten, wobei wir uns für Handball und Bobfahren entschieden hatten. Bis zum sehr späten Schulschluss um 16:30 Uhr haben wir dann noch begonnen, einige der präsentierten Sportarten wie Boccia, Sprint oder das spanische Pelota Pala auszuprobieren.

Während am Dienstag unsere Klassenkameradinnen und Klassenkameraden in Deutschland den Feiertag daheim verbrachten, haben wir gleich zwei Höhlen erforscht. Zuerst den Nachbau der „Grotte Chauvet“, die für ihre über 36 000 Jahre alten Höhlenmalereien bekannt ist, danach schließlich eine richtige Höhle, die dann zum Glück doch größer war als der winzige Eingang vermuten ließ.

Am Mittwoch waren wir dann auf der Ardèche Kanufahren, in einer wunderschönen Umgebung und unter dem beeindruckenden Pont d’Arc, einem Natursteinbogen, hindurch. Und obwohl wir mittags immer um die 30°C hatten, haben wir in den nassen Klamotten doch ziemlich gefroren.

Unser längster Ausflugstag war dann der Donnerstag. Am Vormittag haben wir die „Cité du Chocolat“, das Schokoladenmuseum von Valrhona, besucht und den angrenzenden Schokoladenladen geplündert, am Nachmittag stand eine Schlossführung durch das „Château de Grignan“ auf dem Programm.

Am Freitag probierten wir dann noch einmal weitere Sportarten aus, bevor am Nachmittag die Erasmusolympiade bestritten wurde. Dabei traten die Teams unter anderem im Schach, Skyjo, Tischtennisrundlauf und Basketball gegeneinander an. Am Abend stand dann schon die Abschlussfeier unter dem Motto „Black and White“ an. Und obwohl leider hauptsächlich uns unbekannte spanische und französische Musik gespielt wurde, hatten wir dennoch viel Spaß!

Insgesamt war es eine wunderschöne und interessante Woche, in der wir doch einige kulturelle Unterschiede kennengelernt haben. So stellten wir nicht nur fest, dass die Französinnen und Franzosen außer Käse auch noch sehr gerne Chips essen, sondern auch, dass ihnen das stark gechlorte Wasser im Gegensatz zu uns wohl nichts ausmacht. Auch ungewohnt war für uns, dass am Schultor kontrolliert wurde, wer das Schulgelände betritt, und wir anschließend während der Unterrichtszeit darin „eingesperrt“ wurden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese Woche auf jeden Fall viel zu schnell vorbei ging und wir alle gerne länger geblieben wären. Dennoch mussten wir am späten Samstagabend die Heimreise antreten. Wir hatten viele tolle Erinnerungen im Gepäck und freuen uns schon sehr auf den Besuch unserer Austauschpartnerinnen und Austauschpartner in Erding, der für das kommende Schuljahr geplant ist.

Valladolid (Spanien) im Mai 2023
Valladolid (Spanien) im Mai 2023

Das zweite große Erasmus Event dieses Jahres. Nach der Fahrt unserer Erasmus Gruppe nach Finnland im Herbst sind diesmal 10 Schüler des AFG in Valladolid in Spanien, um dort je 10 Schüler aus Spanien, Italien, Frankreich und Finnland zu treffen.

Thomas Grasy, Erasmus Team des AFG

Oulu, Finnland – Abenteuer im hohen Norden
Oulu, Finnland – Abenteuer im hohen Norden

Im November 2022 durften wir - zehn Schüler und Schülerinnen des Anne-Frank-Gymnasiums Erding - zusammen mit zwei Lehrkräften für eine Woche in die Großstadt Oulu reisen, die im Norden Finnlands liegt. Dieser Schüleraustausch wurde durch das EU-Programm Erasmus+ ermöglicht. Während unseres Aufenthalts besuchten wir von Montag bis Freitag die Myllytulli School in Oulu, wobei jedoch kein gewöhnlicher Unterricht stattfand. Unser Schultag begann um neun Uhr, als wir uns zusammen mit jeweils zehn Schülern und Schülerinnen aus Frankreich, Italien und Spanien und den dazugehörigen Schülerinnen und Schülern aus Finnland in einem großen schönen Raum der Schule versammelten. Dort waren wir auf zehn Tische aufgeteilt, wo jedes Land jeweils einmal vertreten war, damit wir mit den anderen Jugendlichen ins Gespräch kamen - natürlich auf Englisch. Die Vormittage der nächsten Tage verbrachten wir in der Schule mit gemeinsamen Spielen, Bilder unserer Erlebnisse ansehen und vor allem mit unserem Projekt mit dem Namen „Vision21 - Rebroadening the horizons“. Unsere Aufgabe war es, ein passendes Logo dafür zu entwerfen, das auch für die nächsten Schüleraustausche in den anderen vier Ländern gilt, die innerhalb des Projekts stattfinden werden.

Um ca. zwölf Uhr gab es immer Mittagessen in der Cafeteria, welches grundsätzlich in Finnland kostenlos ist.

Nachmittags standen kleine Ausflüge wie eine Stadtralley, ein Besuch im Tietomaa Science Center und Bowling auf dem Programm.

Am Mittwoch sah der Tagesplan anders aus: Früh am Morgen fuhren wir auf zwei Busse aufgeteilt weiter in den Norden zum Polarkreis nach Rovaniemi. Dieser Ausflug war definitiv ein Highlight der Reise. Wir waren begeistert vom Schnee, haben mit dem Santa ein Gruppenbild gemacht und in den zahlreichen Souvenirshops für unsere Familien und Freunde eingekauft. Manche haben sogar Rentiere gesehen. Nach dem Besuch in der Santa Clause Village ging es noch weiter ins Museum Arktikum und zum Schluss in eine Pizzeria.

Am Freitag waren wir beim gewöhnlichen finnischen Unterricht mit dabei, wobei wir zwar nichts verstanden haben. Trotzdem war es eine interessante Erfahrung. Ein weiteres Highlight war die Abschiedsparty am Freitagabend mit dem Motto „Jahrzehnte“, das für die Outfits galt. Dabei gab es ein Buffet mit Snacks und wir haben alle zusammen zu Musik getanzt und Just Dance gespielt.

Am Samstag sind wir dann schon wieder nach Hause geflogen und somit endete die Woche meiner Meinung nach viel zu schnell.

Insgesamt war es eine spannende Reise, bei der ich einige Erfahrungen gesammelt habe und viel gelernt habe, wofür ich sehr dankbar bin. Vor allem in der Gastfamilie war es spannend: Ich habe typisch finnisches Essen probiert, u.a. Rentierfleisch, was mich positiv überrascht hat, und auch in die in Finnland so beliebte Sauna bin ich gegangen. Sehr ungewohnt war für mich die lange Dunkelheit in Finnland und auch, dass die Landschaft teilweise ziemlich düster und still wirkte.