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Anne-Frank-Gymnasium Erding - Naturwissenschaftlich-technologisches und Sprachliches Gymnasium

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Digitale Schule

Kinder und Jugendliche für das Leben fit zu machen bedeutet heute vor allem auch, sie fit im Umgang mit digitalen Geräten zu machen, ihnen aber auch gleichzeitig zu vermitteln, dass für das eigene Lernen immer noch die eigene Arbeits- und Denkleistung notwendig ist. Eine gesunde Integration der Digitalität bedeutet für uns, dass diese bewusst im Unterricht eingesetzt wird, dass sie den Lernprozess sinnvoll und abwechslungsreich ergänzen soll und dass wir immer auch vermitteln, dass Lernen ein Prozess ist, der anstrengend ist und vom jeweiligen Individuum selbst geleistet werden muss, dass aber genau dies zufrieden uns stolz auf das Geleistete machen kann. Die Punkte im Menü links zeigen, dass wir uns als Schule gemeinsam auf diesen Weg gemacht haben und inzwischen eine gute Grundlage dafür gelegt haben, Lernen besser und nachhaltiger zu gestalten.

Unser Mediencurriculum

Die Nutzung der digitalen Medien stellt uns als Schule vor viele Herausforderungen und wie in keinem anderen Bereich gilt hier ein „Learning by doing“. Inzwischen hat jede einzelne Lehrkraft schon viele Erfahrungen gesammelt, welche Tools für den Unterricht gewinnbringend sind, wie und wann digitale Medien gut einsetzbar sind und welche Module wirklich einen Mehrwert im jeweiligen Unterricht bringen.

Wichtig ist nun, eine Systematik für den Einsatz der Medien zu entwickeln, sodass alle Schülerinnen und Schüler bestimmte Methoden und Fertigkeiten lernen und den Umgang mit den positiven Aspekten der digitalen Möglichkeiten verinnerlichen. Aus diesem Grund haben wir begonnen, unser Mediencurriculum zu vervollständigen. In der Medienkompetenzebene sind alle Kompetenzen aufgelistet, die alle Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen – bezogen auf die verschiedenen Fächer – erlernen. Dass speziell in der 5. und 6. Jahrgangsstufe bereits sehr viele Kompetenzbereiche ausgewiesen sind, hängt damit zusammen, dass wir in diesem Schuljahr begonnen haben wir begonnen, diese beiden Jahrgangsstufen näher unter die Lupe zu nehmen. In den nächsten Schuljahren werden wir die Kompetenzfelder in den noch fehlenden Jahrgangsstufen aufbauend ergänzen.

Klicken Sie auf den Button und machen Sie sich ein Bild davon, worin unsere Schülerinnen und Schüler schon jetzt geschult werden.

Unsere digitale Ausstattung

Seit dem Schuljahr 2024/25 nimmt unsere Schule am Projekt „Digitale Schule der Zukunft (DSDZ)“ teil. In erster Linie geht es dabei darum, Unterricht weiterzuentwickeln und die jungen Menschen bestmöglich beim Lernen zu unterstützen.

Diese Unterstützung geschieht auf vielfältige Art und Weise. Natürlich gehört dazu, dass jede und jeder auf ein eigenes digitales Gerät zurückgreifen und es täglich nutzen kann. Die Teilnahme an der „Digitalen Schule der Zukunft“ ist hier genau das richtige Mittel der Wahl: Ziel ist die 1:1-Ausstattung der ausgewählten Jahrgangsstufen. Jedes Kind bekommt 350,- € Zuschuss, wodurch die Anschaffung eines Tablets oder eines Laptops möglich werden.

Im laufenden Schuljahr haben sich von dieser Förderung die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Jahrgangsstufen entsprechende digitale Endgeräte gekauft, die nun im Unterricht und zu Hause zur Verfügung stehen. Im kommenden Schuljahr wird die nächstjährige 8. Jahrgangsstufe in den Genuss der Förderung kommen, sodass dann die gesamte Mittelstufe mit eigenen Geräten arbeiten kann.

Die meisten Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe verfügen ebenfalls über eigene digitale Geräte, über deren Verwendung im Unterricht sie individuell selbst entscheiden dürfen.

Zu unserem digitalen Konzept gehört es auch, dass wir uns bewusst gegen eine Nutzung von einer flächendeckenden Nutzung digitaler Endgeräte in der Unterstufe entschieden haben. Die Entwicklung und Förderung der Kernkompetenzen Lesen, Schreiben, Rechnen etc. soll ohne Ablenkung im jeweiligen Unterricht stattfinden und vertieft werden können. Das heißt aber nicht, dass unsere Schülerinnen und Schüler in der Unterstufe nicht digital arbeiten. In vielen Unterrichten werden punktuell digitale Apps oder kurze Module eingesetzt und die Unterrichtsgestaltung dadurch bewusst didaktisch bereichert. Hier kommen unsere IPad-Koffer oder auch einmal die eigenen Handys zur Anwendung.

Unsere digitale Arbeit

Neben der technischen Ausstattung gehört es für uns aber auch dazu, dass intensiv über die Integration digitaler Geräte in den Unterricht nachgedacht und diese optimiert wird. Der Einsatz von Technologien ist in der heutigen Zeit unerlässlich, und wir möchten sicherstellen, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur mit digitalen Geräten umgehen können, sondern diese auch sinnvoll und nachhaltig den jeweils individuellen Lernprozess begleiten. Dabei hat der Satz „Weniger ist mehr“ zunehmend an Bedeutung gewonnen, geht es doch nicht darum, dass die Laptops oder Tablets ständig „offen sind“ oder hauptsächlich als Heftersatz genommen werden. Vielmehr geht es uns um die pädagogische und didaktische Implementierung des digital gestützten Lernens, durch das unsere Schülerinnen und Schüler Kompetenzen im Hinblick auf Recherche, Bedienung von Apps und digitalen Tools, die Anwendung und den kritischen Umgang mit der KI sowie Verwendung verschiedener Anwendungsprogramme erwerben.

In der 8. Jahrgangsstufe haben das erste Mal alle Schülerinnen und Schüler im Unterricht ein digitales Gerät zur Verfügung. Auf Grund der Erfahrungen der vergangenen Jahre fahren wir auch hier mit dem Motto „Weniger ist mehr“ gut, indem wir bewusst noch nicht die Verwendung der Geräte als Heftersatz erlauben. Uns ist es wichtig, den Jugendlichen zu vermitteln, dass der Laptop oder das Tablet ein Arbeitsgerät ist, mit dem Unterricht methodisch vielfältiger werden kann und auf dem digitale Kompetenzen erworben werden können. Dazu haben alle Fächer Module erarbeitet, mittels denen wichtige fachspezifische Lerninhalte erarbeitet und gelernt werden. Das Training und die verbindliche Durchführung dieser Module in allen Klassen sind uns dabei sehr wichtig und helfen dabei, dass die jungen Menschen tatsächlich einheitlich Kompetenzen erwerben. Über die erworbenen Qualifikationen bekommen alle am Ende des Schuljahres ein Zertifikat, in dem die Lerninhalte aufgelistet sind.

In der 9. Jahrgangsstufe werden ebenfalls bestimmte digitale Tools und Anwendungen geschult, ebenfalls verbindlich in allen Klassen und am Ende mit einem Zertifikat testiert. Im Verlauf der 9. Jahrgangsstufe dürfen die Jugendlichen das analoge Heft durch ein digitales ersetzen. Hierzu gibt es Einführungsstunden über das geschickte Nutzen von Ablagesystemen sowie grundsätzliche datenschutzrechtliche Bestimmungen.

Unser DigiTeam

Seit dem Schuljahr 2024/25 gibt es das sogenannte DigiTeam, das aus 12 Lehrkräften der unterschiedlichsten Fachrichtungen besteht und das sich fast wöchentlich trifft, um die Implementierung und die Weiterentwicklung des digitalen Lernprozesses sowohl bei den Lernenden als auch im Kollegium begleitet. Zum Beispiel geht die verbindliche digitale Beschulung mit von den Fachschaften festgelegten Apps und eine entsprechend aufbereitete Form der Lerninhalte auf die Idee dieses Teams zurück.

Das große Anliegen ist es, die jungen Menschen so zu schulen, dass sie in den digitalen Anwendungen Sicherheit erlangen und eine Bandbreite an verschiedenen Tools kennen und nutzen lernen. Hinzu kommt das Anliegen, dass sie auch Lernplattformen und die Künstliche Intelligenz nutzen lernen, um ihren eigenen Lernprozess selbst gestalten zu können, und zwar kritisch und gewinnbringend für sich selbst. Ihnen zu vermitteln, dass das Handy oder ein größeres Gerät nicht nur für den sozialen Austausch gut ist, sondern wirklich Arbeitsgerät sein kann, ist ein Aufgabe, der wir uns stellen wollen.

Unsere Fortbildungsinitiative

Das DigiTeam hilft auch, den Fortbildungsbedarf für die Kolleginnen und Kollegen zu eruieren und dadurch die Lehrkräfte für die Integration der Digitalität in den Unterricht fit zu machen. Im Oktober 2024 hat sich das gesamte Kollegium mit den KI-Tools „fellofish“ und „fobizz“ beschäftigt und sich damit vertraut gemacht, auf welche Weise beide Anwendungen sowohl für die eigene Unterrichtsvorbereitung als auch im Unterricht gemeinsam mit den Jugendlichen selbst verwendet werden können, um ihnen neben den Gefahren oder Versuchungen auch die Chancen und Möglichkeiten näher zu bringen, die die KI bietet.

Neben dieser Großschulung hat sich im Lehrerzimmer eingebürgert, einfach sehr offen Kolleginnen und Kollegen nach dem Einsatz von verschiedenen Tools zu fragen. Zudem trägt unsere Medienpädagogin durch ihre niederschwelligen Hinweise dazu bei, dass Anwendungen gerne ausprobiert und nicht selten auch in den Unterricht integriert werden.

Unsere digitale Netiquette

Sehr viel Zeit und Sorgfalt legen wir darauf, die Gefahren und Versuchungen im Netz zu thematisieren und immer wieder aktiv mit den Schülerinnen und Schüler durchzusprechen. Die Grafik zeigt, dass wir in jeder Jahrgangsstufe altersgerechte Themen dazu besprechen. Auch die Eltern werden in die Informationskampagnen einbezogen.

Durchgeführt werden die verschiedenen Module entweder durch die Lehrkräfte selbst (zu Beginn jeden Schuljahres wird beispielsweise mit jeder Klasse die Netiquette durchgesprochen) oder wir holen uns Medienexperten ins Haus, die auf ihre einzigartige direkte Art und Weise einen hervorragenden Zugang zu den jungen Menschen bekommen. Auch eine dritte Säule hat einen maßgeblichen Anteil daran, dass Medienerziehung nachhaltig vermittelt wird: unsere Netpiloten. Ältere Schülerinnen und Schüler thematisieren auf sehr direkte Weise die Themen Mobbing, Handysucht, Sexting oder Internetgefahren in den fünften und sechsten Klassen. Indem sie eigene Erfahrungen einbringen, erzielen sie bei den Jüngsten eine hohe Akzeptanz und ein großes Problembewusstsein.

Die Verankerung im Schulentwicklungs­prozess

Dass sich das DigiTeam gebildet hat bzw. dass wir uns als Schule so intensiv mit dem Thema „Integration der Digitalität in den Unterricht“ beschäftigen, hängt unmittelbar mit dem Einstieg in den Selbstbewertungsprozess zusammen, der seit Mai 2023 die Basis unserer Schulentwicklung bildet.

Nach der Beschreibung der Stärken und Schwächen in unserer Schule wurden in der Zusammenarbeit von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern Verbesserungsbereiche benannt, die im Anschluss daran priorisiert worden sind und wodurch die Themen herausgefiltert worden sind, die den verschiedenen Gremien der Schulfamilie am meisten auf der Seele brennen. Erstaunlicherweise wurde das Thema „Digitalisierung“ von allen drei Gruppen am höchsten priorisiert. Im Sommer 2024 hat sich auf freiwilliger Basis die zwölfköpfige Arbeitsgruppe konstituiert, um gemeinsam über eine gesunde Implementierung der Digitalisierung nachzudenken und diese anzustoßen. Auch die Eltern haben sich im Schuljahr 2024/25 in zwei intensiven Kamingesprächen mit den Herausforderungen der Digitalität beschäftigt. Der Austausch über die gefundenen Ergebnisse ist in Gang gekommen und wird auch in den nächsten Jahren fortgeführt werden.