Werteerziehung
Werteerziehung bei uns am Anne-Frank-Gymnasium bedeutet, dass wir Wert legen auf ein gutes Miteinander und auch darauf, dass Lernen in einer vertrauensvollen Atmosphäre gelingen kann.
Werterziehung geschieht immer zweigleisig, zum Einen quasi passiv, indem uns die Dinge, die uns täglich begegnen, unterbewusst prägen. Zum anderen geschieht sie aber auch ganz aktiv, indem uns Gelegenheiten geboten werden, uns mit Personen, Texten oder Erlebnissen auseinanderzusetzen. Genau diese Auseinandersetzung prägt uns, gibt uns wertvolle Impulse für unser eigenes Leben und hilft uns, eigene Wertmaßstäbe aufzubauen.
Werteerziehung geschieht bei uns am AFG ganz vielschichtig. Machen Sie sich durch das Anklicken des Videos ein Bild von den einzelnen Angeboten, die zur Auseinandersetzung einladen.
Das „Gelbe-Karten-Konzept“
Im Februar 2022 wurde an unserer Schule ein sogenanntes „Gelbe-Karten-Konzept“ eingeführt, das sich seitdem sehr bewährt.
Bei Unterrichtsstörungen oder disziplinarischem Fehlverhalten bekommen betroffene Schülerinnen oder Schüler eine Gelbe Karte. Das Geben einer Gelben Karte wird von der Lehrkraft notiert. Erhält jemand eine 3. Gelbe Karte, wird von der Lehrkraft, die diese erteilt, ein Verweis gegeben, der unterschrieben an die Schule zurückgeleitet werden muss. Kommt es wieder zu einem Fehlverhalten, werden erneut Gelbe Karten vergeben – wieder gilt, dass die 3. Gelbe Karte zu einem Verweis führt. Bei diesem 2. Verweis laden wir alle Beteiligten zum Gespräch mit der Schulleitung: das Kind, die Eltern und eine Lehrkraft der Klasse.
In den Gesprächen geht es darum, zum einen das Fehlverhalten miteinander zu thematisieren. Zum anderen ist es uns ein Anliegen, mit der oder dem Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, Gründe für das jeweilige Verhalten herauszufinden und miteinander konstruktiv zu überlegen, wie sich die Situation verändern oder verbessern kann. Wichtig ist uns dabei
- Eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre
- Nicht anklagen, sondern konstruktiv über Lösungen nachdenken
- Anschauen der Gesamtsituation: Verhalten, Leistungsstand, Klassensituation, Persönliche Situation
- Nachdenken über die Umsetzung von Lösungsstrategien
Die Erfahrung zeigt, dass diese Gespräche immer zielführend und für alle Beteiligten sehr gewinnbringend sind. Ein Geheimnis ist sicherlich, dass nicht mehr übereinander geredet wird, sondern miteinander – und um genau das geht es uns an der Schule.
