Kommunizieren und Kooperieren

Bei dem Wort „Zusammenarbeit“ denkt man sofort an Begriffe wie „Teamwork“, „Networking“, „Austausch“ oder eben „Kooperation“. All diese Facetten waren in den vergangenen Monaten nicht nur prägend für die „Zusammenarbeit“ innerhalb des Kollegiums, sondern auch in der Kooperation mit dem Elternbeirat und dem seit Jahren bestehenden AK Digitalisierung.

Doch auch der Umgang zwischen Lehrkräften und Lernenden hat sich während des Distanzunterrichts sehr gewandelt. Unterricht zum Beispiel via Streaming, Erklärvideos oder mittels eingesprochener Power-Point-Präsentationen waren erst gewöhnungsbedürftig, haben dann aber dazu geführt, dass der Kontakt zwischen den Beteiligten intensiv blieb. Daneben ist viel Positives entstanden, das auch jetzt weitergeführt wird: beispielsweise Hausaufgabenstellungen, die die Möglichkeiten der Digitalität ausnutzen oder intensives Einzelfeedback an die Schülerinnen und Schüler, das weiterhin von vielen gepflegt wird. Auch die Beratung geht am AFG neue, digitale Wege - sofern das von den Ratsuchenden gewünscht wird.

Was unser Kollegium ausmacht ist ein seit Jahren sehr starkes Miteinander, das in Bezug auf die Bewältigung der letzten Monate dazu geführt hat, dass tatsächlich in großem Maß Kooperation und Austausch gerade auch im Bereich der digitalen „Erkenntnisse“ stattfand. Dieser Erkenntnisprozess fußte nicht unerheblich auf dem Engagement einiger Kolleginnen und Kollegen, die viele kleine und größere Fortbildungen für die Nutzung der beiden Plattformen mebis und Teams für die Lehrenden anboten, die wiederum diese Angebote dankbar und zahlreich nutzten. Dabei wurden Kurse immer sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene angeboten, die jeder nach seinem Bedarf belegen konnte (siehe auch SchiLfs). Dies führte schon nach kurzer Zeit zu einer wachsenden Sicherheit bei der Anwendung von mebis und Teams, sodass die Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht spürbar eine qualitative Veränderung beim Unterricht spürten.

Beratung

Angebote des Beratungsteams

Das Beratungsteam am Anne-Frank-Gymnasium, bestehend aus zwei Schulpsychologen, zwei Beratungslehrkräften und einer Sozialpädagogin, stand kontinuierlich für Beratungen zur Verfügung – sei es digital oder analog.

In Kurzfilmen jedes Teammitglieds erfolgte eine Vorstellung der Person und des Angebots, zudem wurden Kontaktmöglichkeiten erläutert, um die Anbahnung von Gesprächen zu erleichtern.

Beratungen fanden auch während der Lockdown-Zeiten statt, und zwar online (primär über die DSGVO-konforme Plattform BigBlueButton). Beratungsgespräche auf diesem Weg bedurften zwar für alle Seiten der Gewöhnung und die technischen Probleme waren anfangs nicht gering (v.a. wegen unzureichender WLAN-Kapazitäten beim Sender oder Empfänger), doch im Laufe der Zeit wurden diese Probleme weitgehend überwunden. Online-Beratung hat sich dann auch in Nicht-Lockdown-Zeiten bis heute als eine Möglichkeit erhalten, v.a. für Kurzberatungen oder auch akute Krisenberatungen, wenn ein persönliches Treffen nicht so schnell organisierbar ist.  

 

Nachhilfe der Schülercoaches

In Zeiten des Lockdowns fanden Nachhilfestunden, die von unseren Schülercoaches gegeben werden, selbstverständlich digital über Teams statt. Einige Schülerinnen und Schüler haben diese Umsetzung beibehalten und stehen z.B. vielfach über die eigentliche Nachhilfestunde bei Fragen über Teams zur Verfügung.

Zur Erläuterung: Schülercoaches sind Schülerinnen und Schüler der 9.-12. Jahrgangsstufen, die nicht nur fachbezogene Nachhilfe geben, sondern auch Lernberatung oder Hilfen gegen Prüfungsnervosität, Konzentrationsprobleme usw.; dazu erhielten die Schülercoaches eine ca. 35-stündige Schulung durch einen Schulpsychologen (inkl. Praktikum in der OGS).

 

Offene Ganztagsschule

Während der Zeiten der Schulschließungen standen OGS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter den Kindern und Jugendlichen weiterhin online zur Verfügung: Die Schülerinnen und Schüler konnten während der Betreuungszeiten jederzeit ihre Guppenleiterinnen und Gruppenleiter erreichen, sei es um fachliche Fragen zu klären, Hausaufgaben zu besprechen oder einfach nur zu ratschen; das Bedürfnis der Kinder danach war verständlicherweise sehr groß. Darüber hinaus fanden viele Online-Gespräche zwischen einer der beiden OGS-Leiterinnen und Kindern statt, die einfach ihr Herz ausschütten wollten, um mit der Situation besser zurechtzukommen.

 

Lernen lernen – ein Coaching über mebis

Dieser Lernkurs enthält die wichtigsten Lerntechniken für die Unter- und Mittelstufe und kam während des Lockdowns und danach zum Einsatz. Er ist so konzipiert, dass er sowohl im Unterricht als auch zu Hause bearbeitet werden kann. Folgende Themen werden abgedeckt: Schultasche richtig packen, mein Hausaufgabenheft, Lerntypbestimmung (mit Test), Vokabeln lernen, Lernplan (Zeitmanagement), Referate, Pausen beim Lernen, Gestaltung von Plakaten, 5-Schritt-Lesemethode, Mindmaps, Prüfungsangst, Fragewörter/Frageformen (Aufgabenstellungen/Operatoren), Lernschwierigkeiten/ Lernblockaden und weitere Tipps:

 

Während der Zeit des Lockdowns wurde der Kontakt zum Elternbeirat intensiviert. Die Zusammenarbeit verstärkte sich nicht nur dahingehend, die Corona-Auflagen gut umzusetzen, sondern auch darin, den Prozess der digitalen Unterrichtsvermittlung zu reflektieren und vor allem gemeinsam zu überlegen, wie es nach Corona in Bezug auf die „Digitalisierung“ der Schule weitergehen könnte. In regelmäßigen Sitzungen mit dem AK Digitalisierung (alle vier Wochen) wurde das von der Schulleitung und der Lehrerschaft beschlossene umfassende Konzept der „Gesamtdigitalisierung“ der Schule besprochen, konstruktiv hinterfragt und dabei wertvolle Impulse für eine gute und gelingende Integration der angestrebten digitalen Struktur gegeben. Auch dieser Prozess wird im Moment verstärkt weitergeführt. So haben gerade der Elternbeirat und insbesondere der AK Digitalisierung wieder viele gute Impulse gegeben, wie die Eltern der 8. Jahrgangsstufe in guter Art und Weise auf das Vorhaben, dass ihre Kinder ab Weihnachten ein digitales Gerät mit in die Schule bringen sollen, vorbereitet werden können. Hier die Gedanken, Bedenken und manchmal auch Ängste der Eltern rückgemeldet zu bekommen hilft, ein tragendes Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Viele der durch die Not entstandenen Online-Angebote werden auch in Zukunft ein Bestandteil der Zusammenarbeit mit den Eltern sein. Gerade die vielfältigen Beratungsangebote werden je nach Wunsch der Eltern online durchgeführt. Auch in der Zusammenarbeit zwischen Elternbeirat und dem AK Digitalisierung werden immer wieder reine oder kombinierte online-Formate gewählt werden, da dann mehr Personen an den Treffen teilnehmen können oder Treffen auch einmal spontan einberufen werden können.

Im Rahmen von Kooperationen mit externen Partnern entstanden in jüngster Vergangenheit u.a. folgende Projekte: