Evaluieren

1989 wurde von vierzehn europäischen Unternehmen das sogenannte EFQM-Modell (European Foundation of Quality Management) gegründet, das als „Hilfestellung für den Aufbau und die kontinuierliche Weiterentwicklung eines umfassenden Managementsystems“ gilt (1). Stärken, Schwächen und Verbesserungspotenziale sollen identifiziert und in einem kontinuierlichen Prozess weiterentwickelt werden. Zu diesem Qualitätsprozess gehört als ein wichtiger Baustein das Evaluieren, das „sach- und fachgerechte Beurteilen“ aller wesentlichen Prozesse in einer Organisation.

In diesem Zusammenhang sind die ersten Schritte auf diesem Weg der Qualitätsverbesserung zu sehen, die wir im vergangenen Jahr gemeinsam gegangen sind. An folgenden drei Stellen wurde die Evaluation eingesetzt, um Prozesse in Gang zu bringen oder weiterzuentwickeln.

 

(1) https://www.google.com/search?q=EFQM&client=firefox-b-d&ei=-q9xYauwMsuA9u8P0fqNgAU&ved=0ahUKEwirlfTbj9zzAhVLgP0HHVF9A1AQ4dUDCA0&uact=5&oq=EFQM&gs_lcp=Cgdnd3Mtd2l6EAMyBAgAEEMyCAgAEIAEELEDMgUIABCABDIFCAAQgAQyBQgAEIAEMgUIABCABDIFCAAQgAQyBQgAEIAEMgUIABCABDIFCAAQgAQ6BwgAEEcQsAM6BwgAELADEEM6CQgAEEMQRhD5AToRCC4QgAQQsQMQgwEQxwEQ0QM6CwgAEIAEELEDEIMBOgsILhCABBDHARCvAToHCC4QsQMQQ0oECEEYAFDk-ANYgIMEYNmFBGgBcAJ4AIABogGIAfYDkgEDMS4zmAEAoAEByAEKwAEB&sclient=gws-wiz

Im September 2020 führte die Schule eine Umfrage zur Ausstattung bei den Schülerinnen und Schülern zu Hause durch. Ziel war es, für einen eventuellen Distanzunterricht zu wissen, auf welche Geräte die Lernenden daheim zurückgreifen können.

Das Ergebnis der Umfrage wurde nach Klassen ausgewertet und im Infoportal hinterlegt, sodass alle Kolleginnen und Kollegen Einsicht nehmen konnten.

Die Auswertung der Umfrage für die Klasse 8A kann anonymisiert hier eingesehen werden.

Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler der 8a und 8d zum bisherigen Tablet-gestützten Unterricht

Zusammenfassung zu den Videokonferenzen vom 17.12.2020 in der Klasse 8d und vom 18.12.2020  in der Klasse 8a

Ziel: Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler Feedback zu den bisherigen Erfahrungen zum Einsatz der Tablets im (Präsenz-)Unterricht zu geben und zu reflektieren.
Dazu sollten sich die Schülerinnen und Schüler schon im Vorfeld Gedanken zu folgenden Fragen machen:

  • Was hat dir bisher besonders gut bei der Arbeit mit den Tablets gefallen?
  • Wo siehst du noch Möglichkeiten, wie die Tablets besser eingesetzt werden können?
  • Was kannst du beim Umgang mit dem Tablet verbessern?
  • Worauf sollten die Lehrerinnen und Lehrer mehr achten?
  • Funktionieren die Tablets wie gewünscht?
  • Wie oft kommt das Tablet im Unterricht zum Einsatz (für Bücher, Hefteinträge, Arbeitsblätter, bestimmte Apps, Online-Recherchen usw.)?
  • In welchen Situation hatte das Lernen mit dem Tablet Vorteile bzw. Nachteile gegenüber dem Lernen ohne Tablet?

Da die Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler in beiden Klassen fast deckungsgleich waren, wird im Folgenden nicht zwischen den Klassen unterschieden.

 

Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler

Einsatz der Tablets
Die Tablets werden täglich in mehreren Unterrichtsstunden genutzt. Hauptsächlich für die digitalen Schulbücher und in einigen Fächern als digitales Heft mit zugehörigem Unterrichtsmaterial, wie z. B. Arbeitsblättern. Auch andere Apps, die den Unterricht und das Lernen unterstützen, kommen regelmäßig zum Einsatz: Als Beispiele wurden unter anderem Vokabeltrainer, Quiz-Apps, dynamische Geometriesoftware und die glichkeit der Online-Recherche genannt. Von technischer Seite funktionieren die Tablets bis auf vereinzelte Ausnahmen wie gewünscht.


Beurteilung des bisherigen Tablet-gestützten Unterrichts

Die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler beurteilten den bisherigen Einsatz der Tablets im Unterricht positiv und als gewinnbringend. Die digitalen Schulbücher und die digitale Heftführung wurden mehrfach als besondere Erleichterung gegenüber dem Unterricht in vorangegangenen Jahrgangsstufen hervorgehoben. Einige Schülerinnen und Schüler würden sich wünschen, dass die Geräte noch vielseitiger, kreativer und öfter eingesetzt würden und eben nicht nur für die Schulbücher und als Heft. Auf Anfrage wurde aber auch von diesen Schülern eingeräumt, dass die Geräte fast täglich auch darüber hinaus zum Einsatz kommen. Sie hätten sich nur mehr vom Besuch der Tabletklasse erwartet.

Der Tippkurs am Anfang des Schuljahres bei Frau Hahn wurde als hilfreich eingeschätzt. Einige Schülerinnen und Schüler würden sich weitere (systematische) Anleitung zum Tippen wünschen.

 

Ergänzende Eindrücke zum Feedback der Schülerinnen und Schüler

Die Grundstimmung zum Tablet-gestützten Unterricht in den Videokonferenzen war positiv, die Schülerinnen und Schüler scheinen gerne mit den Tablets zu arbeiten. Die meisten beschäftigt das Thema Tabletunterricht offenbar, sodass sie sich Gedanken dazu machen. Die freiwillige Feedbackmöglichkeit in den Videokonferenzen wurde daher rege genutzt. Aus vereinzelten Wortmeldungen schließe ich, dass manche Schülerinnen und Schüler wohl mit etwas verzerrten bzw. übersteigerten Erwartungen an die Möglichkeiten des Einsatzes der Tablets im Unterricht in das Schuljahr gestartet waren.
Der Reflexionsgrad, was den eigenen Umgang mit den Tablets im Unterricht und zu Hause angeht, scheint bei vielen der Schülerinnen und Schüler was altersgemäß auch zu erwarten ist - noch nicht sehr hoch ausgeprägt zu sein. Die entsprechende Frage (Was kannst du beim Umgang mit dem Tablet verbessern?) wurde nur sehr zaghaft beantwortet. Ich habe den Schülerinnen und Schülern daraufhin einige Denkanstöße dazu gegeben (z. B. zum Einsatz als Arbeitsgerät, zur Versuchung der Ablenkung, zur Bildschirmzeit, etc.).

Am Ende des Schuljahres 2020/21 war es uns ein Anliegen, zu erfahren, wie es unseren Schülerinnen und Schüler in der Zeit des Distanz- bzw. Wechselunterrichts gegangen ist, welche Erfahrungen sie gemacht haben und was sie sich für die weitere schulische Arbeit mit digitalen Medien wünschen.

Die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage können im Folgenden eingesehen werden.