Erziehen

Lässt man sich als Schule darauf ein, digitale Geräte in verstärktem Maß in den Präsenzunterricht zu integrieren, wird man sofort mit neuen Fragestellungen konfrontiert, die in einem „normalen“ Präsenzunterricht so nicht aufgetreten. Fragen, die sich bislang eher die Eltern stellen mussten: Was darf mein Kind anschauen? Welche Internetseiten darf mein Kind nutzen? Wie lange darf mein Kind am Computer/dem Handy sitzen? Wie ist das mit Datenschutz und Persönlichkeitsrechten? Ist man als Schule eher indirekt mit diesen Problematiken in Berührung gekommen, nämlich dann, wenn zum Beispiel ein „WhatsApp-Chat“ „aus dem Ruder gelaufen“ ist, sind das nun Fragen, denen sich Schule stellen muss, und zwar umfassend.

Hier sind wir mittendrin, uns den erzieherischen Aufgaben zu stellen. Gar nicht so einfach, muss man hier wie nirgendwo anders bereitsein, neue Wege zu gehen. Nur wenn es uns gelingt, unsere Zielgruppe, nämlich die Schülerinnen und Schüler in diesen Prozess des Erziehens mit einzubeziehen, ihnen Gehör zu geben und sie in die Erarbeitung von Konzepten zu integrieren, werden wir – davon sind wir überzeugt – diesen Fragestellungen gerecht werden können und sie in den Unterricht und die Erziehungsarbeit integrieren können. Und zwar so, dass sich die Lernenden darauf einlassen, sie akzeptieren und umsetzen. Hier die Jugendlichen aktiv mit einzubeziehen, zeigt sich in immer mehr Peer-Projekten, in denen wir den Lernenden die Gelegenheit geben, aktiv und verantwortungsvoll am erzieherischen Prozess teilzunehmen.

Dieses Nachdenken und Umsetzen in Bezug auf diese „Erziehung“ geschieht bei uns auf mehreren Ebenen:

„Medienerziehung ist als symbolischer Sinnzusammenhang auf die Prozesse der Mediensozialisation bezogen. Sie versucht unter den Bedingungen der heutigen Mediengesellschaft einen optimalen Entwicklungsprozess bei Heranwachsenden zu fördern. Dabei orientiert sie sich an den allgemein gültigen und anerkannten Zielen, Werten, Normen und Präferenzordnungen von Erziehung. Auf der Basis dieser Sinnorientierung beurteilt Medienerziehung die Prozesse der Mediensozialisation und muss intervenieren, wenn Mediensozialisation problematisch verläuft oder misslingt. Dies ist dort der Fall, wo die erwünschten oder erforderlichen Medienkompetenzen nicht aufgebaut bzw. die Chancen der Medien für die Persönlichkeitsentwicklung nicht genutzt werden oder wo durch Medienangebote sogar Beeinträchtigungen oder Gefährdungen der Entwicklung zu befürchten sind“ (Spanhel 2011: 180).

Schüler für Schüler

Netzpiloten

"Von Schülern für Schüler"' - unter diesem Motto wurde an unserer Schule das Wahlfach "Netz-Piloten" gegründet. Dabei handelt es sich um "ein evaluiertes Peer-Projekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für eine verantwortungsvolle Nutzung von Computerspielen und Internet"' (https://www.zpg-bayern.de/net-piloten.html). Interessierte Jugendliche ab der 8. Klasse können zu Netz-Piloten werden, um jüngere Schülerinnen und Schüler durch Projekte spielerisch für die Problematik Mediensucht zu sensibilisieren. Bei der Ausbildung der Netz-Piloten wurden wir vom Gesundheitsamt Erding unterstützt. Die Sozialpädagoginnen Öznur Kalkan, Myriam Rudert und Eva Schmid klärten die Schülerinnen und Schüler des Wahlkurses an zwei Vormittagen über Mediensucht bzw. einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien auf und gaben ihnen Methoden an die Hand, mit denen sie schließlich selbst das Thema interessant für ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler aufbereiten können. An einem abschließenden Nachmittag durften die Netz-Piloten das Gelernte praktisch umsetzen. So entwickelten sie mit Hilfe der Sozialpädagoginnen ein Konzept für eine erste Einheit, die sie am folgenden Vormittag gleich in einer ihnen zugeteilten 5. Klassen ausprobieren konnten. Im Anschluss erhielten sie Feedback von den Ausbilderinnen. Dass sowohl die Fünftklässler als auch die Netz-Piloten etwas gelernt haben und zugleich Spaß hatten, ist im folgenden Video zu sehen. Wir freuen uns auf weitere Einsätze der Netz-Piloten und bedanken uns sehr herzlich bei Frau Kalkan, Frau Rudert und Frau Schmid für die Ausbildung und die gute Zusammenarbeit.

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Media Studies

Ein Hauptziel des Kurses ist es, mit den Jugendlichen über aktuelle Themen (teils von den Schülerinnen und Schülern bestimmt) im Umgang mit der Medienwelt zu sprechen und eine Aufmerksamkeit zu entwickeln, wie man den Konsum mit neuen Medien selbst erfährt, um dann Folgen und Konsequenzen (positiv wie negativ) bewusst zu machen und schließlich Lehren zu ziehen, wie man in Zukunft „im richtigen Maß“ und positiv mit Medien umgehen will.

Indem u.a. die Funktionsmechanismen von Social-Media Geschäftsmodellen unter die Lupe genommen werden und moderne Erkenntnisse über die Auswirkungen von Social-Media Konsum auf unseren Geist, Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit, etc. betrachtet werden, sollen die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, reflektiert einen besseren Weg ihrer eigenen „digitalen Handlungsweise“ zu erkennen. Diese Lösungsideen für einen durchdachten Medienkonsum werden in einer Projektwoche am Schuljahresende von den Wahlkursschülern an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in Form einer Präsentation und verschiedene Praxisübungen weitergegeben.

 

Tutorinnen und Tutoren als Medienhelfer

Die Aufnahme der Fünftklässler in das digitale Netz der Schule ist oft gar nicht so einfach. Der Aufbau und der Gebrauch einer Tastatur, das Merken des eigenen Passworts und das Verstehen der Anweisungen, in welcher Reihenfolge welcher Anmeldeschritt erfolgen soll, ist eine Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler – und auch für die Lehrkraft, die am Besten alle Lernenden einer Klasse gleichzeitig betreuen sollte.

Da wir unsere „Neuen“ gleich in der ersten Woche in unser digitales Netz aufnehmen wollten, haben wir überlegt, wie wir den gesamten Prozess für alle Beteiligten gewinnbringender gestalten könnten. Die Idee, doch die Tutorinnen und Tutoren der jeweiligen 5. Klasse als Unterstützter der Lehrkraft einzusetzen, war eine gute Idee. Jeweils vier bis fünf Tutoren haben in der vorgesehenen Unterrichtsstunde den Anmeldeprozess der Schülerinnen und Schüler unterstützt, haben Tipps gegeben, wie man sich Passwörter am Besten merkt und standen einfach für alle Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Auch in den nächsten Jahren werden wir wieder auf die digitale Unterstützung der Tutorinnen und Tutoren setzen, da dies wieder ein kleiner Baustein auf dem Weg dahin ist, Schülerinnen und Schülern Verantwortung für andere Lernende zu übertragen.

 

Learning Apps zum Grundwissen im Fach Chemie

erstellt vom P-Seminar 2016/18

 

Schüler für Eltern

P-Seminar 2022/23 zur Gestaltung eines Elternabends rund um Medienerziehung (Bayerische Polizei als externer Partner)

Ziel des Projekts ist es, Inhalte für einen Elternabend der 8./9. Jahrgangsstufe zu entwerfen und diesen auch von den Schülerinnen und Schülern durchführen zu lassen. Dabei informieren die Schülerinnen und Schüler interessierte Eltern gemeinsam mit einem Fachmann der Polizei als externer Partner zu verschiedenen Teilbereichen der Medienerziehung (z.B. Datenschutz, den richtigen Umgang mit Social Media finden, Videospielsucht, Internetkriminalität, usw.).
Hauptziel der Veranstaltung wird es sein, eine Aufmerksamkeit für den eigenen Umgang mit modernen Medien zu wecken, negative Angewohnheiten aufzudecken und alternative Lösungswege für einen selbstbestimmten, positiven Umgang mit modernen Medien zu präsentieren.

 

Schüler für Senioren

Das P-Seminar Deutsch 2020/21 präsentiert ein Zoom-Webinar für Senioren zum Thema „Was sind Podcasts und wie kann man diese beziehen?“

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Zoom-Webinar für Senioren zum Thema „Was sind Podcasts und wie kann man diese beziehen?“

Ziel unseres Seminars ist es, Senioren möglichst verständlich und einfach, näherzubringen, wie sie selbst ohne weiteres, Podcasts herunterladen und anhören können. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage haben wir uns aus Sicherheitsgründen dazu entschieden, ein Online-Webinar via Zoom zu veranstalten, bei dem wir verständlich und anschaulich ein von uns erstelltes Lernvideo führen werden, wie die Senioren genau vorgehen müssen. Dabei erklären wir die Schritte vom Herunterladen der jeweiligen Apps, über das Erstellen eines Accounts, bis zum Anhören des Podcasts. Selbstverständlich können die Senioren jederzeit Fragen während des Zoom-Meetings stellen, falls sie etwas nicht verstehen.


Da es mehrere Betriebssysteme gibt (Android und Apple) und die Vorgehensweise bei allen Systemen unterschiedlich ist, haben wir geplant, mehrere Zoom-Räume für die jeweiligen verschiedenen Betriebssysteme zu erstellen, in denen dann natürlich auch genügend spezialisierte Schüler für Fragen und Erklärungen zur Verfügung stehen.

Nach dem Webinar wird dem katholischen Bildungswerk Erding das der externe Partner des Seminars ist das Lernvideo für ihre Homepage zur Verfügung gestellt, um weitere Senioren die Möglichkeit einer Schulung zu bieten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr P-Seminar Deutsch

 

Das Lernvideo

Schüler für Eltern

P-Seminar 2022/23 zur Gestaltung eines Elternabends rund um Medienerziehung (Bayerische Polizei als externer Partner)

Ziel des Projekts ist es, Inhalte für einen Elternabend der 8./9. Jahrgangsstufe zu entwerfen und diesen auch von den Schülerinnen und Schülern durchführen zu lassen. Dabei informieren die Schülerinnen und Schüler interessierte Eltern gemeinsam mit einem Fachmann der Polizei als externer Partner zu verschiedenen Teilbereichen der Medienerziehung (z.B. Datenschutz, den richtigen Umgang mit Social Media finden, Videospielsucht, Internetkriminalität, usw.).
Hauptziel der Veranstaltung wird es sein, eine Aufmerksamkeit für den eigenen Umgang mit modernen Medien zu wecken, negative Angewohnheiten aufzudecken und alternative Lösungswege für einen selbstbestimmten, positiven Umgang mit modernen Medien zu präsentieren.

Im Rahmen der Ausweitung der digitalen Arbeit in Jahrgangsstufe 8 ist es wichtig, die Kolleginnen und Kollegen bei der Nutzung digitaler Medien im Unterricht zu begleiten. Denn die Arbeit mit dem „Computer“ im Unterricht ist nur die eine Seite, das, was die Schülerinnen und Schüler eventuell darüber hinaus noch „mit dem Computer machen“, die andere Seite.

Hierfür haben wir ein Netiquette-Konzept entwickelt, das in den nächsten Wochen bereits in den Klassen mit Tablet-gestütztem Unterricht ausprobiert werden soll. Wenn dann nach Weihnachten in Jahrgangsstufe 8 alle Lernenden ihre digitalen Geräte mit in den Unterricht bringen, wird es die Aufgabe sein, dieses Netiquette-Konzept zu kommunizieren und dann auch zu praktizieren.

In der Lehrerkonferenz zum 15. Dezember 2021 werden wir das Konzept allgemein für alle vorstellen. Die Kolleginnen und Kollegen haben dann die Möglichkeit, sich in SchiLF-Angebote einzutragen, die sie für die Anwendung und Durchsetzung dieser Netiquette im Unterricht schulen. Diese SchiLFs werden von versierten Kolleginnen und Kollegen durchgeführt, die bereits in den vergangenen Monaten die Fortbildungen zu mebis und Teams gehalten und die entsprechenden Erfahrungen, was die Umsetzung in den Klassen mit Tablet-gestütztem Unterricht anbelangt, gemacht haben.

Bereits in der dritten Schulwoche dieses Schuljahres ist im pädagogischen Team ein Konzept für Ordnungsmaßnahmen erarbeitet worden, das auf der Vergabe von Gelben Karten, Verweisen und pädagogischen Gesprächen mit betroffenen Schülerinnen bzw. Schülern, deren Eltern, Lehrkräften und der Schulleitung fußt. In den Katalog der Ordnungsmaßnahmen sind auch Verstöße gegen das Netiquette-Konzept mit aufgenommen worden. Dieses Konzept wird gerade konkretisiert und wird auch in der Dezemberkonferenz an das Kollegium kommuniziert.