Projekte

AK SoR Aktivcoach

Ausbildung zum Aktivcoach im Oktober 2017

Wir, Annika und Romina vom AK Schule ohne Rassismus haben am 25. und 26. Oktober 2017 vor den Herbstferien ein zweitägiges „Aktivcoach“ Seminar von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ in Tutzing am Starnberger See besucht.

Viele von euch wissen sicher nicht was mit „Aktivcoach“ gemeint ist und das wussten wir zu Beginn ehrlicher weise auch nicht. Aber zur Erklärung: Das Aktivcoach Training ist ausgerichtet auf Schüler und Schülerinnen ab der 7. Klasse, die AK Projekte in Zukunft mitverantworten und/oder mitveranstalten möchten, denn dort lernt man alles über die Organisation und Durchführung solcher Projekte.

Am ersten Tag haben wir zu Beginn einige Kennenlernspiele gemacht und sind dann langsam an das Thema Rassismus und Diskriminierung Herangeführt worden und haben viel über Definitionen, Auswirkungen und Ursachen Diskutiert. Nachdem wir einige Fallbeispiele und Aufgaben Besprochen und bearbeitet hatten, ging der Tag langsam zu Ende und wir haben den Abend alle gemeinsam mit Gemeinschaftsspielen ausklingen lassen.

Am zweiten Tag war unsere Hauptaufgabe einen Plan zur Organisation und Durchführung eines Projektes an unserer Schule zu entwerfen, dass wir anschließend allen Teilnehmern vorstellen sollten. Die Zuhörer durften danach Kritik an den Projekten äußern, Verbesserungsvorschläge miteinbringen und sagen was ihnen gut gefällt an der Idee.

Zu Mittag hin wurde das Seminar beendet und die Teilnehmer durften um einiges Wissen und viel Erfahrung reicher wieder ihren Heimweg antreten.

AK SoR Perspektivwechsel 2017

Perspektivwechsel 2017

Auch heuer haben wir im November (10./17.11.17) mit unseren 6.Klassen das Projekt „Perspektivwechsel“ durchgeführt. Der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ organisiert dabei jeweils einen Vormittag, an dem die unsere Schüler an insgesamt fünf Stationen Einblick in ein Leben mit Behinderung bekommen. Seit vielen Jahren arbeiten wir dabei mit dem Verein „Gemeinsam Mensch“ zusammen. Das sind Menschen, die meist an einer infantilen Cerebralparese leiden und auf den Rollstuhl angewiesen sind. Dazu kommt eine Station mit einem blinden „Experten“.

Unsere Schüler haben dabei die Gelegenheit, für einen Vormittag die Perspektive zu wechseln und sich in ein Leben mit Behinderung einzufühlen und Berührungsängste abzubauen. Neben den praktischen Kenntnissen, die dabei vermittelt werden (etwa zum Umgang mit Rollstuhl oder Blindenstock), profitieren die Schüler vor allem vom persönlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung. Dabei lässt sich praktisch erfahren, dass eine Behinderung das Leben zwar beschwerlicher macht, aber trotzdem Raum lässt für Interessen, Freuden und Hobbys, ganz ähnlich wie bei Menschen ohne Behinderung. Der Name des Vereins „Gemeinsam Mensch“ fasst den Charakter dieser Erfahrung sehr gut zusammen.

Herr Grube zu Besuch am Anne-Frank-Gymnasium

Im Rahmen des 80jährigen Jubiläums der Schule hat sich auch der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert.

 

Die Schule darf den Namen in ihrem Schulprofil führen, weil sie seit 2001 eine Selbstverpflichtungserklärung geleistet hat. Darin haben sich mit mehr als 70% aller Menschen der Schulgemeinschaft verpflichtet, regelmäßig Projekte durchzuführen, die dazu beitragen, Rassismus und Diskriminierung zu überwinden.

 

Diese Selbstverpflichtung erneuern wir mit einer Unterschriftenaktion. Als Auftakt zu dieser Unterschriftenaktion wurde Hr. Grube, unser Schirmherr des Arbeitskreises eingeladen. Er traf sich mit einigen Schülerinnen und Schülern des Anne-Frank-Gymnasiums am Dienstag, den 15. Mai 2018 und hat mit diesen über verschiedenste Themen diskutiert. Als erster durfte er in dem Buch, das für die Sammlung der Unterschriften bereit lag, unterschreiben (siehe Foto).

A.R.T.-Tag der 5. Klassen 2018/19

Auch in diesem Schuljahr fand am 10.07.2019 in den 5. Klassen das Anti-Rassismus-Training (ART) statt. Der Tag startete mit einem ausdrucksstarken Theater, in dem die Schülerinnen und Schüler auf den Tag vorbereitet und ihnen das Problem des Rassismus anschaulich erklärt wurde. Wir, der Arbeitskreis Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (AK SoR), in Schülergruppen bis zu 6 Schülerinnen und Schülern aufgeteilt, begleiteten die Klassen den ganzen Tag. Ein Besuch bei Herrn Grube war mit auf dem Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler interessiert Fragen über seinen Aufenthalt im Konzentrationslager und sein Leben stellten. Aufgeschlossen und sehr geübt beantwortete Herr Grube alle Fragen und erläuterte Zusammenhänge zu dem zu Beginn gesehenen Theater. Herr Grube ist einer der wenigen Zeitzeugen, der 1932 geboren ist und das KZ überlebte. Außerdem ist er der Schirmherr des AK SoR, da ihm die Vermittlung von Offenheit, Toleranz und vieles mehr am Herzen liegt.

Wir spielten mit den Klassen verschiedene Spiele und zeigten ihnen Videos, um die Problematik, Folgen und Vermeidung von Themen, wie Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu veranschaulichen. Die Klassen diskutierten viel mit und waren immer sehr engagiert und interessiert. Außerdem ergab sich sehr passend die Möglichkeit, die Postkartenausstellung “Abgestempelt” zu besuchen, in der Postkarten zur Propaganda des NS Regimes ausgestellt waren. Zum Ende des Tages wurde noch sehr positiv getestet, ob die Schülerinnen und Schüler etwas an diesem Tag gelernt haben. Pünktlich um 13:10 Uhr entließen wir die Klassen in den wohlverdienten Nachmittag. Auch für uns war es eine Erfahrung, jüngere Jahrgänge zu Schulen und es hat auch wirklich Spaß gemacht. Natürlich werden wir dieses erfolgreiche Konzept weiter führen, um das erlernte Wissen weiter zu geben.

Anna Kraus  & Sarah Puthiaparampil

Aufklärungsprojekt der 9. Jahrgangsstufe

Am 11. bzw. 12. Juli 2019 fand für uns Schüler*innen der 9. Jahrgangsstufe eine mehrstündige Veranstaltung im Rahmen des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ statt. Diese Veranstaltung wurde durchgeführt von dem „Aufklärungsprojekt München“ und sollte uns Schülern das Thema „Lesbische und schwule Lebensformen in unserer Gesellschaft“ näher bringen, da dieses immer wieder auf großes Interesse trifft. Wir wurden erfolgreich über die verschiedenen Sexualitäten und Identitäten aufgeklärt und uns wurde dieser Bereich durch Spiele und diverse Quiz näher gebracht, sodass wir alle sehr viel Spaß dabei hatten. Wir haben in diesen zwei Stunden sehr viel Neues gelernt wie über Intersexualität, transgender Identität oder auch Travestie. Von den Leitern dieser Veranstaltung wurde uns immer wieder versichert, dass sie für alle Fragen offen seien und uns nichts unangenehm sein bräuchte. Nach einiger Zeit wurden wir alle sicherer und trauten uns viele Fragen zu stellen. Im Nachhinein hat sich diese Aktion für uns alle sehr gelohnt und wir sind sehr froh, dass sich unsere Schule für solche Dinge einsetzt.

Toska Vogel

 

Perspektivwechsel 2019

In diesem Schuljahr durften wir am 8. und 15. November den Verein Gemeinsam Mensch e. V. zu Gast bei uns begrüßen, um mit unseren Schülerinnen und Schülern der sechsten Jahrgangsstufe das Projekt Perspektivwechsel durchzuführen. Das Projekt, das mit Hilfe des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ realisiert wird, ist für die Kinder eine ganz besondere Erfahrung. Denn es zielt darauf ab, ihnen Wissen über das Leben mit einer Behinderung zu vermitteln und Berührungsängste im Umgang mit behinderten Menschen abzubauen. Die Sechstklässler durchliefen hierzu im Laufe des Vormittags verschiedene Stationen, an denen sie die Möglichkeit hatten, sich in ein Leben mit Behinderung einzufühlen. So wird z.B. eine Greifbehinderung simuliert. Hierzu mussten die Schülerinnen und Schüler einen speziellen Handschuh anziehen, um damit einen Apfel zu schälen. Angeleitet wurden sie bei all den Stationen von einem Menschen mit Behinderung, der ihnen erklärte, auf was sie achten müssen. An den Stationen verloren sich die anfänglichen Berührungsängste der Kinder schnell und auch die Gesprächsrunde mit dem Team von Gemeinsam Mensch e. V. zeigte, dass es gelungen war, die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren. Sie stellten viele Fragen und zeigten sich offen und interessiert. Das Projekt, das nun seit über zehn Jahren durchgeführt wird, war zweifellos wieder ein Gewinn für alle Beteiligten.