Elternbrief

Elternbrief


Liebe Eltern,
 
jedes Jahr verunglücken in der Bundesrepublik Deutschland jährlich nahzu 9 Millionen Menschen. Dabei erleidet in Schulen im Durchschnitt etwa jeder 12. Schüler einen Schulunfall, das entspricht etwa einer Million Fälle pro Jahr. Die Erstversorgung nach Unfällen muss noch in der Schule erfolgen. Häufig befinden sich Mitschüler als Erste am Ort des Geschehens und sollten deshalb in der Lage sein, Erste Hilfe zu leisten. 
Unsicherheit bzw. Unkenntnis der Ersten Hilfe-Maßnahmen führen häufig zu Verzögerungen der Verletzungsversorgung oder sogar Verschlimmerungen des Verletzungszustandes. Für den Betroffen ist aber eine schnelle und kompetente Hilfe sehr wertvoll. 
Der Schulsanitätsdienst des AFG legt deshalb großen Wert darauf, in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendrotkreuz, Schüler zu Junior-Helfern auszubilden und Erste-Hilfe-Kurse in Schulen durchzuführen. Interessierte Schüler und Lehrer werden in Erster Hilfe ausgebildet und sind so in der Lage, verletzte Schüler und Lehrer zu versorgen – gegebenenfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes.
 
Außerdem sind wir Schulsanitäter während der gesamten Schulzeit nach einem von uns selbst aufgestellten Dienstplan zu erreichen. Auf Grund unserer fundierten Ausbildung sind wir Schulsanitäter kompetente Ersthelfer und in der Lage, durch sachgerechte Versorgung die Verletzungsfolgen für die Betroffenen zu mindern.

 
„Um bei Notfällen in allen Lebenslagen sachgerechte Erste-Hilfe-Leistung sichern zu können, ist es nötig, daß die entsprechenden Kenntnisse in die Allgemeinbildung der Bevölkerung Eingang finden. Das kann insbesondere dadurch erreicht werden, daß die Schülerinnen und Schüler bereits während ihrer Schulzeit dem Alter entsprechend an diese Thematik herangeführt werden. Im Sinne des sozialen Lernens sollte neben den Unterrichtsthemen aus dem Bereich der Ersten Hilfe entsprechend den Lehrplänen aller Jahrgangsstufen eine komplette Erste-Hilfe-Ausbildung angeboten werden.“

Pädagogische Grundlagen des Schulsanitätsdienstes:
„Der Schulsanitätsdienst dient dazu, soziales Handeln zu praktizieren und dieses für später und außerhalb der Schule einzuüben sowie Inhalte des (Erste-Hilfe) Unterrichts in praktisches Handeln umzusetzen und somit durch direkten Praxisbezug und Anerkennung im Schulbereich eine zusätzliche Motivation für das Lernen zu schaffen, unter Aufsieht und Anleitung der Lehrkräfte Erste Hilfe bei Schülerunfällen zu leisten. Das tägliche Geschehen an Unfallstellen zeigt, daß rein kognitives Wissen und die Technik der Ersten Hilfe noch keine wirkliche Hilfe darstellt. Die soziale Kompetenz des Helfens muß sieh von Kindheit an entwickeln können. Die Mitwirkung im Schulsanitätsdienst ist grundsätzlich freiwillig und erfolgt unter Anleitung einer Lehrkraft.“

Ziel des Schulsanitätsdienstes:
„Hauptanliegen des Schulsanitätsdienstes sind die Unfallverhütung und die Erste-Hilfe-Leistung während des Unterrichts, im Pausenhof, bei Schulsportveranstaltungen und Wandertagen sowie sonstigen schulischen Veranstaltungen.“
 
(Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst
vom 4. Juni 1997 Nr. VI/8 - S4402/44 - 8/20 471)

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