Projekte ab 2013

Aufklärungsprojekt der 9. Jahrgangsstufe

Am 11. bzw. 12. Juli 2019 fand für uns Schüler*innen der 9. Jahrgangsstufe eine mehrstündige Veranstaltung im Rahmen des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ statt. Diese Veranstaltung wurde durchgeführt von dem „Aufklärungsprojekt München“ und sollte uns Schülern das Thema „Lesbische und schwule Lebensformen in unserer Gesellschaft“ näher bringen, da dieses immer wieder auf großes Interesse trifft. Wir wurden erfolgreich über die verschiedenen Sexualitäten und Identitäten aufgeklärt und uns wurde dieser Bereich durch Spiele und diverse Quiz näher gebracht, sodass wir alle sehr viel Spaß dabei hatten. Wir haben in diesen zwei Stunden sehr viel Neues gelernt wie über Intersexualität, transgender Identität oder auch Travestie. Von den Leitern dieser Veranstaltung wurde uns immer wieder versichert, dass sie für alle Fragen offen seien und uns nichts unangenehm sein bräuchte. Nach einiger Zeit wurden wir alle sicherer und trauten uns viele Fragen zu stellen. Im Nachhinein hat sich diese Aktion für uns alle sehr gelohnt und wir sind sehr froh, dass sich unsere Schule für solche Dinge einsetzt.

Toska Vogel

 

A.R.T.-Tag der 5. Klassen 2018/19

Auch in diesem Schuljahr fand am 10.07.2019 in den 5. Klassen das Anti-Rassismus-Training (ART) statt. Der Tag startete mit einem ausdrucksstarken Theater, in dem die Schülerinnen und Schüler auf den Tag vorbereitet und ihnen das Problem des Rassismus anschaulich erklärt wurde. Wir, der Arbeitskreis Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (AK SoR), in Schülergruppen bis zu 6 Schülerinnen und Schülern aufgeteilt, begleiteten die Klassen den ganzen Tag. Ein Besuch bei Herrn Grube war mit auf dem Programm, bei dem die Schülerinnen und Schüler interessiert Fragen über seinen Aufenthalt im Konzentrationslager und sein Leben stellten. Aufgeschlossen und sehr geübt beantwortete Herr Grube alle Fragen und erläuterte Zusammenhänge zu dem zu Beginn gesehenen Theater. Herr Grube ist einer der wenigen Zeitzeugen, der 1932 geboren ist und das KZ überlebte. Außerdem ist er der Schirmherr des AK SoR, da ihm die Vermittlung von Offenheit, Toleranz und vieles mehr am Herzen liegt.

Wir spielten mit den Klassen verschiedene Spiele und zeigten ihnen Videos, um die Problematik, Folgen und Vermeidung von Themen, wie Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung zu veranschaulichen. Die Klassen diskutierten viel mit und waren immer sehr engagiert und interessiert. Außerdem ergab sich sehr passend die Möglichkeit, die Postkartenausstellung “Abgestempelt” zu besuchen, in der Postkarten zur Propaganda des NS Regimes ausgestellt waren. Zum Ende des Tages wurde noch sehr positiv getestet, ob die Schülerinnen und Schüler etwas an diesem Tag gelernt haben. Pünktlich um 13:10 Uhr entließen wir die Klassen in den wohlverdienten Nachmittag. Auch für uns war es eine Erfahrung, jüngere Jahrgänge zu Schulen und es hat auch wirklich Spaß gemacht. Natürlich werden wir dieses erfolgreiche Konzept weiter führen, um das erlernte Wissen weiter zu geben.

Anna Kraus  & Sarah Puthiaparampil

Herr Grube zu Besuch am Anne-Frank-Gymnasium

Im Rahmen des 80jährigen Jubiläums der Schule hat sich auch der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ engagiert.

 

Die Schule darf den Namen in ihrem Schulprofil führen, weil sie seit 2001 eine Selbstverpflichtungserklärung geleistet hat. Darin haben sich mit mehr als 70% aller Menschen der Schulgemeinschaft verpflichtet, regelmäßig Projekte durchzuführen, die dazu beitragen, Rassismus und Diskriminierung zu überwinden.

 

Diese Selbstverpflichtung erneuern wir mit einer Unterschriftenaktion. Als Auftakt zu dieser Unterschriftenaktion wurde Hr. Grube, unser Schirmherr des Arbeitskreises eingeladen. Er traf sich mit einigen Schülerinnen und Schülern des Anne-Frank-Gymnasiums am Dienstag, den 15. Mai 2018 und hat mit diesen über verschiedenste Themen diskutiert. Als erster durfte er in dem Buch, das für die Sammlung der Unterschriften bereit lag, unterschreiben (siehe Foto).

AK SoR Perspektivwechsel 2017

Perspektivwechsel 2017

Auch heuer haben wir im November (10./17.11.17) mit unseren 6.Klassen das Projekt „Perspektivwechsel“ durchgeführt. Der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ organisiert dabei jeweils einen Vormittag, an dem die unsere Schüler an insgesamt fünf Stationen Einblick in ein Leben mit Behinderung bekommen. Seit vielen Jahren arbeiten wir dabei mit dem Verein „Gemeinsam Mensch“ zusammen. Das sind Menschen, die meist an einer infantilen Cerebralparese leiden und auf den Rollstuhl angewiesen sind. Dazu kommt eine Station mit einem blinden „Experten“.

Unsere Schüler haben dabei die Gelegenheit, für einen Vormittag die Perspektive zu wechseln und sich in ein Leben mit Behinderung einzufühlen und Berührungsängste abzubauen. Neben den praktischen Kenntnissen, die dabei vermittelt werden (etwa zum Umgang mit Rollstuhl oder Blindenstock), profitieren die Schüler vor allem vom persönlichen Umgang mit Menschen mit Behinderung. Dabei lässt sich praktisch erfahren, dass eine Behinderung das Leben zwar beschwerlicher macht, aber trotzdem Raum lässt für Interessen, Freuden und Hobbys, ganz ähnlich wie bei Menschen ohne Behinderung. Der Name des Vereins „Gemeinsam Mensch“ fasst den Charakter dieser Erfahrung sehr gut zusammen.

AK SoR Aktivcoach

Ausbildung zum Aktivcoach im Oktober 2017

Wir, Annika und Romina vom AK Schule ohne Rassismus haben am 25. und 26. Oktober 2017 vor den Herbstferien ein zweitägiges „Aktivcoach“ Seminar von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ in Tutzing am Starnberger See besucht.

Viele von euch wissen sicher nicht was mit „Aktivcoach“ gemeint ist und das wussten wir zu Beginn ehrlicher weise auch nicht. Aber zur Erklärung: Das Aktivcoach Training ist ausgerichtet auf Schüler und Schülerinnen ab der 7. Klasse, die AK Projekte in Zukunft mitverantworten und/oder mitveranstalten möchten, denn dort lernt man alles über die Organisation und Durchführung solcher Projekte.

Am ersten Tag haben wir zu Beginn einige Kennenlernspiele gemacht und sind dann langsam an das Thema Rassismus und Diskriminierung Herangeführt worden und haben viel über Definitionen, Auswirkungen und Ursachen Diskutiert. Nachdem wir einige Fallbeispiele und Aufgaben Besprochen und bearbeitet hatten, ging der Tag langsam zu Ende und wir haben den Abend alle gemeinsam mit Gemeinschaftsspielen ausklingen lassen.

Am zweiten Tag war unsere Hauptaufgabe einen Plan zur Organisation und Durchführung eines Projektes an unserer Schule zu entwerfen, dass wir anschließend allen Teilnehmern vorstellen sollten. Die Zuhörer durften danach Kritik an den Projekten äußern, Verbesserungsvorschläge miteinbringen und sagen was ihnen gut gefällt an der Idee.

Zu Mittag hin wurde das Seminar beendet und die Teilnehmer durften um einiges Wissen und viel Erfahrung reicher wieder ihren Heimweg antreten.

AK SoR: A.R.T. Projekt 2017

Antirassismus Training 2017

Seit 2001 trägt das Anne-Frank-Gymnasium den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Und seit diesem Jahr werden die unterschiedlichsten Projekte zur Prävention und Sensibilisierung in den Themenbereichen „Rassismus“, „Diskriminierung“ und „Ausgrenzung“ durchgeführt. Eines dieser Projekte ist das A.R.T-Projekt. A.R.T steht für Anti-Rassismus-Training und ist ein ganz besonderer Tag für Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe. Durchgeführt wird dieser Schultag von Teams des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ kurz AK SoR genannt. Schülerinnen und Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe können an diesem Arbeitskreis teilnehmen. Seit 10 Jahren ist das freie Ensemble der Augsburger Puppenkiste mit dem Handpuppenstück „Nicht lustig“ nun schon einen fester Bestandteil des ART-Tages.

Am 25.04.2017 war es wieder soweit: „Nicht lustig“ bildete den Auftakt des ART-Tages und lieferte genug Gesprächsstoff für den ganzen Tag. Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler auf dieses Puppenstück sind in jedem Jahr unterschiedlich und es ist faszinierend zu beobachten, wie der Anfangs lustig begrüßte Clown immer weniger Applaus erhält. Und so wird es auch von den Puppenspieler erhofft, denn im Laufe des Stückes stellt sich heraus, dass dieser Clown den Lebensbereich einer kleinen Handpuppe mehr und mehr eingrenzt und er ihr den Platz zum Leben nimmt. Sensibel und poetisch zieht dieses Stück Lehrer wie Schüler sofort in seinen Bann.

Der Schirmherr des Arbeitskreises, Ernst Grube, greift das Thema des Puppenstücks auf und erzählt von seiner Jugend im Dritten Reich, in der er als Sohn einer jüdischen Mutter einer Vielzahl von Diskriminierungen ausgesetzt war. Verständnisvoll und offen geht er auf die unterschiedlichsten Fragen ein.

Während des gesamten Schultages, arbeiten Schülerinnen und Schüler des Arbeitskreises mit den einzelnen Klassen zusammen. Erfahrungen zum Thema Rassismus und Ausgrenzung sind genauso Bestandteil des Programms, wie Gespräche und Spiele zur Unterschiedlichkeit von Kulturen und Vorurteilen.

AK SoR Selbstschutz auf dem Schulweg

Am Freitag, den 22.01.2016, wurde Herr Dannapfelm, eingeladen, um vor den Schülern der 5. und 6. Klassen über richtiges Verhalten zum Selbstschutz zu informieren. Herr Dannapfel ist Polizeibeamter und seit Jahren in der Gewaltprävention tätig. Wichtig ist dabei, Wachsamkeit und Aufmerksamkeit für seine Umwelt herzustellen, um entsprechend reagieren zu können. Das Training wurde so gut angenommen, dass es auch auf weitere Jahrgangsstufen ausgeweitet werden konnten.

Projekt „Perspektivwechsel“

Zweimal war in den letzten beiden Wochen der Verein Gemeinsam Mensch e. V. zu Gast, um mit unseren Schülerinnen und Schülern der sechsten Jahrgangsstufe das Projekt Perspektivwechsel durchzuführen. Das Projekt, das mit Hilfe des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ realisiert wird, ist für die Kinder eine ganz besondere Erfahrung. Denn es zielt darauf ab, ihnen Wissen über das Leben mit einer Behinderung zu vermitteln und Berührungsängste im Umgang mit behinderten Menschen abzubauen. Die Sechstklässler durchliefen hierzu im Laufe des Vormittags verschiedene Stationen, an denen sie die Möglichkeit hatten, sich in ein Leben mit Behinderung einzufühlen. Neben einem Blinden- und einem Rollstuhlparcours wurde Rollstuhlbasketball gespielt und eine Greifbehinderung simuliert. Hierzu mussten die Schülerinnen und Schüler einen speziellen Handschuh anziehen, um damit einen Apfel zu schälen. Angeleitet wurden sie bei all den Stationen von einem Menschen mit Behinderung, der ihnen erklärte, auf was sie achten müssen. An den Stationen verloren sich die anfänglichen Berührungsängste der Kinder schnell und auch die Gesprächsrunde mit dem Team von Gemeinsam Mensch e. V. zeigte, dass es gelungen war, die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren. Sie stellten viele Fragen und zeigten sich offen und interessiert. Das Projekt, das nun seit über zehn Jahren durchgeführt wird, war zweifellos wieder ein Gewinn für alle Beteiligten.

Spendenaktion AFG sagt Danke

Spendenaktion des AFG

Unglaublich, dass beim Spendenaufruf für Flüchtlinge mehr als 50 Säcke und Taschen abgegeben wurden! Dafür möchten wir uns auch im Namen der AktionGruppeAsyl (AGA) bei allen bedanken, die diese Aktion so wunderbar und tatkräftig unterstützt haben. Egal, wie viel Sie gespendet haben! Jeder Beitrag zur Aktion hat diese so erfolgreich werden lassen!

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Fairtrade-Gruppe und der AK „Schule ohne Rassismus“

Ak SoR Anti-Rassismus-Training

Am Freitag, den 03.07.2015 fand das vom Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ konzipierte Anti-Rassismus-Projekt mit den 5. Klassen statt. Dabei wurden wir vom „Freien Ensemble Augsburg“ (SpielerInnen der Augsburger Puppenkiste) unterstützt. Die Aufführenden haben das Handpuppenstück für den Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ selbst geschrieben, konzipiert und die Handpuppe gebaut, um damit die Schülerinitiative gegen Rassismus zu stärken.
Die Mitglieder des Arbeitskreises gestalten diesen Tag für alle fünften Klassen. Es geht dabei um eine erste Sensibilisierung und Information zu den Themen Diskriminierung, Antisemitismus und Rechtsradikalismus. Verschiedene Übungen zu den Themen werden mit den SchülerInnen der 5. Klassen unter Leitung der einzelnen Teams durchgeführt.

AK "Schule ohne Rassismus"

Im Rahmen des Projekts "Perspektivwechsel" besuchten Menschen mit Behinderung das Anne-Frank-Gymnasium.

AK „Schule ohne Rassismus“: A.R.T.-Projekt der 5. Klassen

Anti-Rassismus-Tag für die 5. Klassen

AK „Schule ohne Rassismus“: Besuch St. Nikolaus

Schülerinnen und Schüler der ev. Klasse 7BC besuchen zusammen mit dem AK "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" die Förderschule St. Nikolaus in Erding.

Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“: Besuch des Schirmherrn Ernst Grube

Ernst Grube, der Schirmherr des AK „Schule ohne Rassismus“, besuchte am Montag, den 22. Juni 2012, unsere Schule, um von seiner Kindheit in der NS-Zeit und der Judenverfolgung zu erzählen. Seine mitgebrachten Bilder und Informationen aus dieser Zeit holten die Vergangenheit in das Klassenzimmer, in dem über 25 MitarbeiterInnen des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus“, den Erzählungen von Ernst Grube zuhören durften. Hr. Grube beließ es aber nicht bei einem Vortrag, sondern holte Schülerinnen und Schüler mit Fragen ab, die sie zum Nachdenken brachte.

Wir danken Herrn Grube, dass er sich immer wieder Zeit für unseren Arbeitskreis nimmt und seiner Aufgabe als Schirmherr mehr als gerecht wird, und freuen uns darauf, ihn schon in diesem Jahr zum Anti-Rassismus-Projekt der 5. Klassen wieder begrüßen zu dürfen.

Max Mannheimer

Max Mannheimer

„Ich bin kein Richter. Ich bin Zeuge.“

Dies ist ein Zitat eines sehr prominenten Zeitzeugen, der noch aus erster Hand von seinen Erlebnissen und der Verfolgung im Nationalsozialismus berichten kann: Max Mannheimer.

Bei seinem diesjährigen Besuch am Anne-Frank-Gymnasium Erding hörten die Schüler der 9. Klassen innerhalb des Geschichtsunterrichts dem Autor und Maler gebannt zu, als er über seine Kindheit und Jugend im mährischen Neutitschein, dem dortigen Einfall der Nationalsozialisten und dem zwangsmäßigen Umzug seiner Familie nach Ungarisch-Brod zu erzählen begann. Anschließend las Herr Mannheimer aus seinem Buch „Spätes Tagebuch“ einen Auszug über seinen Aufenthalt in Theresienstadt und der Deportation in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau vor, wo er bis auf einen Bruder alle Familienmitglieder verlor. Die in den linken Unterarm tätowierte Erkennungsnummer sowie die Schilderung der Grauen im Konzentrationslager, die ihn kurz an Selbstmord denken ließen, ergriffen die Zuhörer sehr. Anschließend beantwortete er die zahlreichen Fragen der Schüler mit Geduld und Witz.

Wieder zeigt sich, dass ein solches Gespräch für uns Schüler, die die Fakten des Nationalsozialismus nur aus dem Unterricht kennen, sehr hilfreich und interessant ist, da wir uns so viel besser mit der Lage der Opfer auseinandersetzen können.

Eva-Maria Löffl, 9C

A.R.T Projekt für die 5. Klassen

Es ist bereits Tradition geworden, dass das Anti-Rassismus-Training der 5. Klassen, kurz A.R.T genannt, mit dem Theaterstück „Nicht lustig“ eröffnet wird. Dieses Schuljahr wurde das Puppenstück am 4. Juli 2014 aufgeführt. Das freie Ensemble der Augsburger Puppenkiste erweckt darin eine kleine Handpuppe mit viel Geschick und Sensibilität zum Leben. Die Geschichte handelt von einem Menschen, der ein ganz normales Leben führt, bis ein Clown in Menschengröße in sein Leben eingreift. Was zuerst noch lustig erscheint ist bald nicht mehr lustig und viele der Schüler/-innen beginnen, nicht mehr mit zu lachen, sondern das Verhalten des Clowns mit Buh-Rufen zu quittieren. Die Stimmung schlägt um, ohne dass ein Wort gefallen ist. Und das Stück endet mit einer nachdenklichen Schlussszene.

Doch damit ist der Tag nicht beendet. Die Klassen gehen mit ihren Teams in ihre Klassenzimmer. Dort wird spielerisch die Verschiedenartigkeit von Kulturen erfahrbar gemacht und darüber gesprochen. Die Mitglieder des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“  informieren in Gesprächen und anschaulichen Beispielen die Schülern/-innen zu Themen wie „Rassismus“, „Diskriminierung“ und „Antisemitismus“.

Ein weiteres Highlight des Tages ist der Besuch unseres Schirmherrn und Zeitzeugen Ernst Grube. Hr. Grube versteht es, seine Erlebnisse aus der nationalsozialistischen Zeit, die er als Kind und Jugendlicher erlebt hat, sensibel und mit viel Geduld den Schülern/-innen nahe zu bringen. Er verbindet geschickt die Interpretation des Theaterstücks mit der Erfahrungswelt der Schüler/-innen und macht so deutlich, dass man selbst als Zuschauer nicht immer nur zuschauen sollte.

Jens Gertitschke (Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“)

Tanzprojekt mit der St. Nikolaus-Schule

Über Jahre hinweg hat sich das Tanzprojekt mit der St. Nikolaus-Schule zu einer schönen Tradition entwickelt. Ein- bis zweimal im Jahr treffen sich die Tanzgruppe der St. Nikolaus-Schule und interessierte Tänzer unserer Rock’n’Roll-Gruppe zu einem gemeinsamen Tanznachmittag. Dieses Jahr fanden wir einen Termin Mitte Mai.

Zugegeben, ein wenig Unbehagen lag anfänglich schon in der Luft, als wir uns bei den Schülern in der St. Nikolaus-Schule einfanden. Schließlich kannten sich die meisten noch nicht. Das änderte sich aber schnell, als der erste Tanz begann. Nicht zufällig ein Paartanz, bei dem sich jeder einen unbekannten Tanzpartner suchen musste. Man fragte nach Namen, Hobbies und Interessen und stellte fest, dass die Begeisterung für das Tanzen eine wichtige Gemeinsamkeit ist. Zusammen klappte das auch  ganz gut, dabei half natürlich die detaillierte Anleitung von Frau Blessing, die an der St. Nikolaus-Schule die Tanzgruppe leitet. Auch unsere Gruppe brachte beim nächsten Tanz ihre Ideen ein. So hatten sich Lisa Bielesch und Svenja Ewers, beide Schülerinnen der Oberstufe, bereits vorab eine wohldurchdachte Choreografie überlegt, die sie mit uns einstudierten.

Nach der Anstrengung blieb natürlich auch Zeit sich zusammenzusetzen und sich miteinander zu unterhalten. Manchen Schülern gefällt das gemeinsame Tanzen so gut, dass sie jedes Mal versuchen, dabei sein zu können. So nimmt sich eine ehemalige St. Nikolaus-Schülerin jedes Mal extra für den Tanznachmittag einen halben Tag Urlaub.

An den strahlenden Gesichtern zeigte sich, dass dieser Nachmittag allen Beteiligten Spaß machte. Manche St. Nikolaus-Schüler wollten uns gar nicht mehr gehen lassen und warten schon auf eine Einladung in unsere Schule. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch im nächsten Schuljahr.

StRin C. Klitzsch

Ein vertrautes Gesicht am Anne-Frank-Gymnasium

Einer der prominentesten Zeitzeugen, die aus eigener Erfahrung von den Schrecken des Nationalsozialismus und der „Todesfabrik“ Auschwitz berichten können, war am Donnerstag, 3. April 2014, zum wiederholten Male am Anne-Frank-Gymnasium. Es gelang ihm mit seiner plastischen Erzählung über die Schrecken seiner Vertreibung aus der böhmischen Heimat und des Transports seiner Familie über Theresienstadt nach Auschwitz die Schüler/-innen der 9. Klassen in seinen Bann zu ziehen. Als er aus seiner Autobiographie „Spätes Tagebuch“ vorliest, wie die Juden bei der Ankunft durch „links“ und „rechts“ zum Arbeiten oder in die Gaskammer eingeteilt werden, ist es völlig still im Klassenzimmer und die Betroffenheit bei den Schülern/-innen spürbar, ganz besonders in dem Moment, als er seine eintätowierte Häftlingsnummer am linken Unterarm zeigt. Aus einem Menschen eine Nummer zu machen war der letzte Schritt im Prozess der Entmenschlichung nach dem Ablegen der eigenen Kleidung und dem Scheren der Haare. In Auschwitz verlor Max Mannheimer bis auf seinen jüngeren Bruder sämtliche Mitglieder seiner achtköpfigen Familie. Als Max einen kurzen Moment am elektrischen Lagerzaun überlegte, durch Selbstmord dem Grauen der Nazi-Tötungsmaschinerie zu entkommen, rettete ihm sein Bruder Edgar quasi das Leben, indem er ihn fragte: “Willst du mich alleine lassen?“ Auf seinen Bruder aufzupassen war für Max eine natürliche Verpflichtung, die ihm nun beim Überleben half.

Auch bei diesem Besuch erntete Max Mannheimer wieder viel Lob, langen Applaus und großen Respekt der Schüler/-innen, die ihm nach seinem Vortrag zahlreiche Fragen über sein Leben „danach“ stellten und sichtlich beeindruckt waren vom Witz und der geistigen Fitness des 94jährigen.

Hildegard Kahles (Fachschaft Geschichte)

Das Aufklärungsprojekt München besucht die neunten Klassen

Schüler der Klasse 9d während des Aufklärungsprojektes

„...für ein tolerantes Miteinander!“ So lautet das Motto der Organisation „Aufklärungsprojekt München“. Dieses Projekt ist ein ehrenamtliches Team bestehend aus etwa 25 Leuten verschiedener sexueller Orientierung. Sie besuchen Schulklassen sowie auch Hochschulen, um deren Schüler und Studenten über homo- und bisexuelle Lebensweisen und Transidentität zu informieren.

In der Woche vom 17. - 21. Februar kamen einige der „Aufklärungsprojekt“- Mitarbeiter auch zu uns ins Anne-Frank-Gymnasium. Für jeweils eine Doppelstunde waren zwei Mitarbeiter bei einer Klasse.

Zuerst stellten beide sich vor. Danach baten sie uns, die Klasse, auch unsere Namen und unser Alter zu nennen. Außerdem sollte jeder einen Satz positiven Inhalts sagen, wie etwa „Ich freue mich auf das Wochenende“. Stimmte man mit der Aussage überein, stand man auf.

Durch diese und eine ähnliche Demonstration wurde schnell klar, dass man oft zu einer Minderheit gehören kann, ohne selbst darauf Einfluss zu haben.

Im Anschluss wurde auf dem Boden die sogenannte „Stille Mitte“ ausgebreitet; diese bestand aus vielen unterschiedlichen Informationsquellen, aus denen man nahezu alles zum Thema Homosexualität erfahren konnte. Die Klasse dürfte nun Fragen stellen. Ehrlich, genau und sehr offen erzählten die beiden Mitarbeiter der Organisation von ihren eigenen Erfahrungen und Eindrücken als Homosexuelle.

Am Ende der zwei Stunden wurde eine weitere Runde gemacht, in der jeder erzählen sollte, ob ihm das Treffen gefallen hat, was er gerne noch sagen will und/oder sein jetziges Wissen an seine Mitmenschen weitergeben wird.

Die Mehrheit versicherte, etwas mit nach Hause bzw. mit ins Leben zu nehmen.

Die Doppelstunde zum Thema „Lesben und Schwule in Geschichte und Kultur“ hat uns alle sehr interessiert und wir haben auf jeden Fall etwas gelernt. Aus unserer Sicht also eine durchaus sinnvolle Veranstaltung!

Sophia Gotz und Franziska Zeitler aus der Klasse 9d

AK "Schule ohne Rassismus": Perspektivwechsel

Rollstuhlparcours
Rollstuhlparcours

Zum festen Bestandteil des Programms unseres Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehört das Projekt „Perspektivwechsel“, das jedes Jahr von Mitgliedern des Fördervereins „Gemeinsam Mensch e.V.“ durchgeführt wird. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, ein Bewusstsein für Mitmenschen mit Behinderungen zu schaffen - ein wichtiger Baustein für die Erziehung zur Toleranz. Für alle 6. Klassen des Anne-Frank-Gymnasiums fand am 15. und 21. November 2013 dieses Projekt statt. An fünf Erlebnisstationen durften die Schülerinnen und Schüler sich erproben und Wissen über verschiedene Formen von Behinderung erwerben. Spielerisch wird so ein Verständnis für die Lebenswelt von Menschen mit Behinderung erlernt. Die eindrücklichste und schönste Erfahrung dürfte aber immer wieder der direkte Austausch und Kontakt mit dem Team des Fördervereins „Gemeinsam Mensch e.V.“ sein. Die offene und unkomplizierte Art, in der die einzelnen über ihre Handicaps reden und Fragen beantworten, schafft immer wieder in kürzester Zeit eine Atmosphäre des Miteinanders.

StR J. Gertitschke

Besuch des Schirmherren Ernst Grube

Unser Schirmherr Ernst Grube in Aktion

Ernst Grube, der Schirmherr des AK „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, besuchte am Dienstag, den 23. Juli 2013, unsere Schule, um von seiner Kindheit in der NS-Zeit und der Judenverfolgung zu erzählen. Gespannt lauschten jeweils zwei 5. Klassen seinem Vortrag. Seine mitgebrachten Bilder und Informationen aus dieser Zeit holten die Vergangenheit in den Filmsaal. Hr. Grube beließ es aber nicht bei einem Vortrag, sondern beantwortete die Fragen von Schülerinnen und Schüler. Er stellte Fragen, die sie zum Nachdenken brachte und war manches Mal erstaunt, was ein Schüler der 5. Jahrgangsstufe alles über die Zeit weiß, die für die Jugendlichen ja schon ziemlich lange her ist. Wir danken Hr. Grube, dass er sich immer wieder Zeit für unseren Arbeitskreis und unsere Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums nimmt und seiner Aufgabe als Schirmherr mehr als gerecht wird und freuen uns darauf, ihn im nächsten Jahr wieder einladen zu dürfen.

StR Jens Gertitschke

Workshop zur Ausstellung "Hass vernichtet"

Die Künstlerin Irmela Mensah-Schramm war am 04.03.2013 auf Initiative des Bündnisses für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde gegen Rechtsextremismus – BUNT STATT BRAUN zu Besuch am Anne-Frank-Gymnasium.

Bekannt geworden ist die Aktivistin für Menschenrechte durch ihren Einsatz gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus. Neben der Entfernung von hassgetränkten Aufklebern und Graffiti ist ihr die Dokumentation dieser Hassbotschaften wichtig.

In der Ausstellung „Hass vernichtet“, die eine Woche lang im Atrium des AFG zu sehen war, zeigt sie eindrucksvoll diese Bilddokumente, die sie über Jahre hinweg gesammelt hat, um zu zeigen, wie aktuell und nah Fremdenfeindlichkeit ist.

Immer wieder nimmt sich Irmela Mensah-Schramm die Zeit, mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. So führte die Künstlerin noch vor Eröffnung der Ausstellung am 04.03. im Rahmen des AK Schule ohne Rassismus Schüler des AFG und der benachbarten Mädchenrealschule sowie der Herzog Tassilo-Realschule durch ihre Ausstellung. Anschließend ermunterte sie die Schüler in einem Workshop die auf Kopien zur Verfügung gestellten Hassbotschaften mit Kreativität, Phantasie und viel Farbe positiv umzugestalten.  

StRin Klitzsch AK SoR

Das A.R.T.-Projekt für die 5. Klassen am 25.07.2012

Ensemble der Augsburger Puppenkiste spielt das Stück "Nicht lustig"

Auch in diesem Jahr durften wir das Ensemble der Augsburger Puppenkiste begrüßen, das mit dem Handpuppenstück  „Nicht lustig“ unseren Anti-Rassismus-Tag für die 5. Klassen einleitete. Dieses Jahr fand das Gespräch über das Stück mit Hr. Grube in unserem Filmsaal statt, so dass immer zwei Klassen zusammen Hr. Grube Fragen stellen konnten. Die Ernsthaftigkeit und Aufmerksamkeit, mit der sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen am Gespräch beteiligten, beeindruckten unseren Schirmherrn Ernst Grube. Er lobte die Konzentration und die Bereitschaft der Kinder, sich mit den Fragen auseinander zu setzen, die das Stück „Nicht lustig“ an den Tag brachte. Aber auch seine Vergangenheit als Kind in der NS-Zeit und seine dadurch gemachten Erfahrungen von Verfolgung, Ausgrenzung und Deportation wurden von den Schülerinnen und Schülern mit großer Anteilnahme aufgenommen und diskutiert. Durch den Tag begleitete die Schülerinnen und Schüler das Team des AK SoR, das auch mit einzelnen Übungen und Diskussionsrunden für die Themen „Rassismus“, „Diskriminierung“ und „Antisemitismus“ sensibilisierte. Die offenen Fragen und die Diskussionsbereitschaft stellten auch die Mitglieder des AK SoR immer wieder vor Herausforderungen. Kurz um, ein spannender und ereignisreicher Tag am Anne-Frank-Gymnasium ging für das Team des Arbeitskreises „Schule ohne Rassismus“ und den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen zu Ende und machte vielleicht sogar ein bisschen traurig, dass schon bald die Ferien anfangen würden.

StR Gertitschke, AK SoR

Besuch der St. Nikolaus Schule Erding

Bild Besuch St. Nikolaus
Schülerinnen und Schüler des AFG besuchen die St. Nikolaus Schule Erding

Dank unserer Lehrerin Frau Klitzsch und dem Antirassismus-Team unserer Schule mussten wir leider auf den Unterricht verzichten. Also trafen wir uns in aller Frische vor der Schule. Danach wanderten wir zur Sankt-Nikolaus Schule in Erding, wo wir von den Lehrern der Schule so herzlich begrüßt worden sind, wie wir es von unseren Lehrern gar nicht kennen.

Nach dieser freundlichen Begrüßung gingen wir alle zusammen, also wir, die 16 Schülerinnen und Schüler der Evangelisch-Klasse 7BC mit Herrn Gertitschke und Mark aus dem Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ zum Frühstücken mit den behinderten Schülern. Wir hatten dort jede Menge Spaß, weil jeder etwas zu erzählen hatte. Danach führte uns Herr Felix, ein Lehrer der Förderschule, der für jeden Scherz zu haben war, durch die Schule, wo wir in jeden einzelnen Raum reinschauen durften. Wie zum Beispiel die Behindertenwerkstätte, in der die Kinder aus Holz und Metall Spielzeuge bauen können, welche sie anschließend auf dem Ostermarkt verkaufen. Dann sind wir weiter in den Kindergartenbereich der Schule gegangen. Die Kinder dort haben sich total gefreut, als wir sie besucht haben. Die Räume waren gemütlich eingerichtet und am liebsten hätten wir uns mit auf die Couch gelegt und mit gechillt, um dem stressigen Schulalltag zu entkommen. Wir sind aber gleich an der Hand weitergezogen worden, weil uns die Mädchen, denen das Kochen so Spaß macht, die Schulküche zeigen wollten. Dort haben die Kinder Wirtschaftsunterricht, aber wir glauben, ihnen macht es mehr Spaß, die Küchenuhren zu stellen, als etwas zu lernen. Und als dann die Uhr geklingelt hat, haben wir alle total gelacht, weil Raffi, ein Junge mit Downsyndrom, sich mega gefreut hat. Kurz darauf sind wir in ein Klassenzimmer gegangen, in dem nur neun Tische und eine kleine Tafel im Zimmer standen! Das war völlig anders, weil bei uns ja mindestens 25 Schüler in der Klasse sind!  Wir sind danach noch auf den Spielplatz gegangen, wo wir alle noch das schöne Wetter und den Schultag genossen haben, während wir an unsere Mitschüler dachten, die im Klassenzimmer schwitzen mussten. Zum Abschluss sind wir wieder in die Mensa gegangen, in der wir gemeinsam coole Lieder gesungen haben, wie „Meine Tante aus Marokko“ und „Ai se eu te Pego“. Herr Felix begleitete uns auf der Gitarre und die Schüler der St. Nikolaus Schule haben dazu geklatscht, das ist eine süße Tradition, da sie sich jeden Dienstag in dem Raum treffen – nur um zu singen.

Danach waren die Kinder traurig, weil wir gehen mussten und auch wir waren etwas traurig, dass der Tag schon vorbei war; obwohl es doch sehr anstrengend war. Alles in allem war es eine sehr schöne und interessante Erfahrung, die wir Frau Klitzsch und Herrn Gertitschke verdanken. Wir hoffen, dass wir uns anständig aufgeführt haben und nächstes Jahr wiederkommen dürfen. Ganz am Ende haben wir noch ein Foto gemacht, damit wir uns an diesen gelungenen Ausflug noch lange erinnern können.

 Laura Weber, Moritz Grimm und Pascal Barchet 7B