1918 – Erinnerung und Gedenken

Das Jahr 1918 ist als Wendepunkt der deutschen Geschichte zur Zeit in allen Medien präsent. Die Revolution in Berlin beendet nicht nur den 1. Weltkrieg, sondern auch das deutsche Kaiserreich unter Wilhelm II.: Der Beginn der deutschen Demokratie im November 1918 ist die entscheidende Wegscheide zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Aber auch für Bayern bahnen sich einschneidende Veränderungen an: Die Revolution beginnt hier nicht nur früher als in Berlin, sie ist auch erfolgreicher. So schaffen es in München linke Kräfte nach der Ermordung des Sozialdemokraten Kurt Eisner sogar kurzzeitig, eine Räterepublik zu errichten. Dass diese nicht lange herrscht, dafür sorgen die rechten Gegenkräfte, die (auch) aus Berlin geschickt werden – mit einem Blutbad unter den politischen Gegnern.

Die Wochen der Erinnerung an diese Ereignisse im November 1918 und den folgenden Monaten haben auch die 9. Klassen des Anne-Frank-Gymnasiums beschäftigt. In wochenlanger Arbeit haben diese zwei Ausstellungen erarbeitet, jeweils zu den Berliner und den Münchner Ereignissen, die nun in der Schule ausgestellt sind (im Foyer und vor der Bibliothek). Die Ausstellungen beleuchten im Einzelnen die wesentlichen Aspekte der Ereignisse und zeigen in Bilddokumenten die Akteure. Ergänzt wird diese Ausstellung, die von der Fachschaft Geschichte organisiert wurde, durch die Zusammenarbeit mit der Bibliothek des Landkreises Erding im AFG, denn dort sind wichtige Werke zu den revolutionären Vorgängen zu sehen und an einer Hörstation auch hörspielhafte Szenen mit Musik zu erkunden. Passend dazu tragen schließlich Schüler der Q11 in den 9. Klassen entscheidende Quellentexte zu den Ereignissen in einer „Revolutionsperformance“ vor.

Die erwähnten Ausstellungen sind auch für die interessierten Landkreisbürger noch bis Ende November zugänglich.

 

OStR Thomas Grasy, Fachbetreuer Geschichte

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