Historie

Schulsanitätsdienst - mehr als Pflaster kleben!

Den über 1200 Jugendlichen und Erwachsenen am Anne-Frank-Gymnasium kann bei einem Notfall von ausgebildeten Schulsanitätern und Schulsanitäterinnen geholfen werden.

Im Schuljahr 1996/97 wurde durch die SMV der Schulsanitätsdienst gegründet und organisiert. Ab dem Schuljahr 2002/2003 steht die Schulsanitätern eine betreuende Lehrkraft zur Seite. Seit 2002 haben bisher knapp Jugendliche anfangs unter der Leitung von Frau Scherer und ab 2005 von Herrn Steinhofer bei 8970 Stunden pro Schuljahr insgesamt also die unglaubliche Anzahl von 89.700 ehrenamtlichen Bereitschaftsstunden geleistet. Dazu wurden noch viele zusätzliche Stunden für Aus- und Fortbildung geopfert – und das mit viel Freude. Diese Bereitschaftstunden werden nach einem festen Dienstplan abgeleistet, in dem die neu Ausgebildeten immer in Begleitung mit erfahrenen Schulsanitätern eingeteilt sind.

Seit 2006 werden Schülerinnen und Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe als Juniorschulsanitäter und ab der 7. Jahrgangsstufe zu Schulsanitätern ausgebildet. Sie erhalten die Grundausbildung in Erster Hilfe und können dann in den Dienst für die Schulgemeinschaft (Erste-Hilfe-Versorgungen während der Unterrichtszeit, den Pausen oder Sportveranstaltungen) aufgenommen werden.

Neben der Teilnahme am jährlich statt findenden Schulsanitätssymposium in Großhadern stehen über das Schuljahr verteilt weitere Treffen an den Nachmittagen mit Fortbildungen und Auffrischungskursen auf dem Programm. Seit dem Schuljahr 2012/2013 verfügt das AFG dank einer Sponsoringmaßnahme der Firma Amadeus über eine Frühdefibrillator. Neben einer Schulung für die Lehrkräfte fanden und finden auch für die Schulsanitäter regelmäßige Übungseinheiten mit diesem lebensrettenden Gerät statt.

Dank der Unterstützung durch Herrn Kleylein (Schuljahre 2009/10 und 2010/11) und Frau Teuchner (seit 2011/12) wurden die Aufgaben der Schulsanitäter immer vielfältiger. Mittlerweile geht es nicht nur um Betreuung, Pflaster kleben und Mullbinden wickeln, sondern auch um die Gestaltung eines Schulsanitätstages im Rahmen der Gesundheitswoche. Auch die Erste-Hilfe-Kästen müssen regelmäßig auf Vollständigkeit überprüft werden und das ist enorm zeitaufwändig, da alles nachgezählt und auf das Verfallsdatum hin gesichtet werden muss. Bei über 35 kleinen Erste-Hilfe-Taschen, die für Exkursionen und Wandertage zur Verfügung stehen, und 10 großen Kästen, die sich an verschiedenen Standorten wie den Turnhallen und dem Schulsanitätszimmer befinden, zählt und kontrolliert man viele Stunden.

Darüber hinaus gelingt es immer wieder, weitere Kurse in der Ersten Hilfe speziell für die Führerscheinanwärter, aber auch kostenlose Auffrischungskurse für Lehrkräfte und Eltern anzubieten.

 

Katrin Teuchner und Harald Steinhofer