Zum Nachtisch Mord! (2017)

Zum Nachtisch Mord!

In dieser Spielzeit wird das Oberstufentheater die Kriminalkomödie „Zum Nachtisch Mord!“ nach dem Filmskript von Neil Simon präsentieren.

Die fünf größten lebenden Detektive der Welt sowie deren Begleitung werden von dem exzentrischen Millionär Lionel Twain in sein Schloss eingeladen. Dort angekommen, müssen unsere Detektive beim Dinner erfahren, dass um Punkt Mitternacht ein Mord begangen wird – und laut Twain befinden sich das Opfer und sogar der Mörder bereits an diesem Tisch. Angespornt von einem Verbrechen, das noch nicht einmal begangen worden ist und die bisherigen Kriminalerfolge um Weiten in den Schatten stellt, versuchen unsere Detektive sogleich diesen mysteriösen Fall aufzuklären, um schließlich als größter Kriminalist aller Zeiten zu gelten und damit die Kollegen endlich erfolgreich ausbooten zu können. Jedoch werden unsere Detektive recht schnell mit Ungereimtheiten konfrontiert, die zeigen, dass es sich hierbei um kein gewöhnliches Verbrechen handelt und Twain gerissener als ursprünglich angenommen ist…

Neben dem Gastgeber Twain bleiben aber auch noch seine kuriosen Angestellten wie ein blinder Butler und eine taubstumme Köchin, bei denen ebenso unklar ist, inwiefern sie in diesen Mordfall verwickelt sind.

 

Die Premiere findet am Freitag, den 31. März, um 19.30 Uhr statt. Die weiteren Aufführungen sind am Samstag, den 01. April, und am Montag, den 03. April. Die letzte Möglichkeit, unser Stück zu sehen, wird sich schließlich am Dienstag, den 04. April, bieten.

Sie sind herzlich dazu eingeladen, mit uns gemeinsam an der Aufklärung dieses bizarren Mordfalls Teil zu haben. Und wie Twain höchstpersönlich sagt: „Sie werden erstaunt sein.“

 

Margit Pfeiffer-Schneider

Auszug aus dem Programmheft

Unser Stück basiert auf einem Filmskript des amerikanischen Erfolgsautors Neil Simon, das im Jahr 1976 unter dem Titel "Murder by Death" verfilmt wurde und als "Eine Leiche zum Dessert" in die deutschen Kinos kam. Diese rabenschwarze Kriminalkomödie spielt mit den verschiedenen Detektivtypen, die im sogenannten "Goldenen Zeitalter" der Kriminalliteratur zunächst auf dem Papier ermittelten und zum Teil in den Dreißigern und Vierzigern, der Glanzzeit Hollywoods, auf der Leinwand in Schwarz-Weiß zu bewundern waren.

Der literarische Charlie Chan, eine Schöpfung des amerikanischen Autors Earl James Bigger, ist ein auf Honolulu stationierter Polizeiinspektor, der allerdings auch weltweit in schwierigen Fällen ermittelt. Diese liebenswerte Figur wurde als Gegenentwurf zur "Gelben Gefahr" entwickelt.  Auf Zelluloid gebannt löste er zwischen 1929 und 1948 40 Fälle. Ein witziges Detail ist hier, dass die beiden ersten Darsteller in der Serie, Warner Oland und Sidney Toler, amerikanische Schauspieler mit europäischen Wurzeln waren!

Dashiell Hammett, einer der wichtigsten Autoren der klassischen amerikanischen Kriminalliteratur, ließ sowohl den "hard-boiled private dick" Sam Spade als auch den "gentleman detective" Nick Charles jeweils nur in einem Roman ("Der Malteser Falke" & "Der dünne Mann") agieren. Die Verfilmungen dieser Krimiklassiker waren aber sensationelle Erfolge. Humphrey Bogart glänzte in der Blütezeit des Film Noir nach seinem Debüt im "Malteser Falken" als Chandlers Philip Marlowe und wurde so zum Inbegriff des zynischen Privatdetektivs. "Der dünne Mann", in dem William Powell und Myrna Loy das Ehepaar Nick und Nora Charles spielten, brachten es insgesamt auf eine Reihe von sechs Filmen, die auch heute noch ausgesprochen sehenswert sind.

Über die bekanntesten Detektive aus der Feder Agatha Christies, den belgischen Meisterdetektiv Hercule Poirot und Miss Marple, die vorzugsweise in ihrer Heimatgemeinde Mary St. Mead ermittelt und ihre Fälle meist mit Hilfe ihrer im Laufe eines langen Lebens erworbenen Menschenkenntnis löst, müssen nicht viele Worte verloren werden. Sie sind spätestens seit den hervorragenden Verfilmungen der BBC weltbekannt. An dieser Stelle sei aber dennoch auf Agatha Christie verwiesen: sie war auf Miss Marple außerordentlich stolz und verfluchte den Erfolg, den Poirot hatte und der sie zwang, für den kleinen Belgier immer neue Bücher zu schreiben. Bereits im Jahr 1930 bezeichnete sie ihn als "unerträglich" und im Jahr 1960 nannte sie Hercule Poirot einen "detestable, bombastic, tiresome, ego-centric little creep". Dennoch machte Dame Agathe Christie nicht den gleichen Fehler wie Sir Arthur Conan Doyle, der seine Leser mit dem Tod des von ihm ungeliebten Sherlock Holmes schockierte. Sie gab ihren treuen Lesern, was sie wollten: 45 Bücher, in denen Poirot Fälle löst und Lebensweisheiten vermittelt: "It is the brain, the little grey cells on which one must rely. One must seek the truth within - not without."

Besetzung

Schauspieler Rolle
Lisa Römer als Lionel Twain
Nelda Preller als Jane Marple
Sina Miller als Deirdre Whizzers
Fabian Fleischer als Nick Charles
Anna Valdivia Schoss als Nora Charles
Rebecca Kania als Charlie Chan
Randolph Goldmann als Willie, Chans
Moritz von Fraunberg als Hercule Poirot
Philipp Keuchel als Gaston Gazette
Stefan Ammer als Sam Spade
Faith Anoff als Effie Perrine
David Vadász als Butler No 1
Anna-Maria Stimmer als Butler No 2
Katharina Reimer als Butler No 3
Berfin Arslan als Butler No 4
Alexa Richter als Butler No 5
Tabea Bitterlich als Köchin
Inspizienz Alexa Dani, Michelle Novotny, Mi Nguyen, Lukas Loher, Marlene Kagerbauer, Theresa Nisius, Simon Stahl, Benedikt Badke und Christoph Dünhuber
Kostüm und Maske Theresa Zimmermann, Shannon Richardson, Helena Brunnlechner und Anna Dybilasz
Technik Felix Browarzik, Jonas Hack, Immo Huber, Lovis Haggenmüller, Heiko Sevke, Peter von Fraunberg und Jonas Tönnessen
Plakat Fabian Fleischer
Souffleuse Laura Daiser
Musik Ines Chadly
Gesamtleitung Margit Pfeiffer-Schneider

Zurück