P-Seminar 10/12

Ausflug in das Department Chemie der LMU München

 

Am Freitag, dem 21. Januar 2011, besuchten die Teilnehmer des biochemischen Praktikums und des P-Seminars Chemie die Fachdidaktik der Fakultät für Chemie und Pharmazie an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Ziel dieses Besuches war es:

  • die LMU besser kennenzulernen

  • für das P-Seminar, geeignete Versuche für eine geplante Vorführung im Anne-Frank-Gymnasium Erding zu finden

  • für die Teilnehmer des biochemischen Praktikums, die Extraktion von Pflanzenstoffen durchzuführen

Dazu umfasste die Exkursion mehrere Programmpunkte in der LMU.

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Department Chemie der LMU

Die Gebäude der LMU sind über mehrere Standorte im Großraum München verteilt. Der HighTechCampus Martinsried-Großhadern, der die Chemie beinhaltet, liegt am südwestlichen Stadtrand von München.

 

Die Gebäude der LMU sind über mehrere Standorte im Großraum München verteilt. Der HighTechCampus Martinsried-Großhadern, der die Chemie beinhaltet, liegt am südwestlichen Stadtrand von München.

Ablauf der Exkursion

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Weg im Standort Martinsried-Großhadern der LMU

  

Zuerst schauten sich die Teilnehmer ca. eine halbe Stunde das Ende einer anschaulichen Vorlesung für Studenten im ersten Semester Chemie an. Dabei wurden Versuche wie Verbrennungen und Farbreaktionen durchgeführt und erklärt.

 

 

Danach folgte eine kurze Führung zu den Experimentierräumen, wobei den Teilnehmern ein Überblick über den Alltag eines Chemiestudenten gegeben wurde.

 

 

Im Experimentierraum waren bereits drei Versuche in mehrfacher Auflage vorbereitet worden, die dann von den Schülerinnen und Schülern in Zweiergruppen durchgeführt wurden. Jeder Teilnehmer konnte dabei alle drei Versuche machen.

 

Die Experimente sind im Einzelnen auf den nächsten Seiten beschrieben.

  

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Mehrere Gruppen beim Experimentieren

 

Cremeherstellung

Zur Herstellung einer Hautcreme wurden zuerst die nötigen Chemikalien auf ein Zehntelgramm genau abgewogen und in zwei kleinen Behältern vermischt, in einem die aus vier verschiedenen Fetten bestehende Fettphase, im anderen die Wasserphase und ein Emulgator.

 
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Behälter für Creme-Phasen

Behälter 1: Fettphase

Vier Fette, darunter weißes Vaselin

Behälter 2: Wasserphase, Emulgator

  

 

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Erhitzen auf 60°

     

Die beiden Behälter wurden dann auf 60°C erhitzt, sodass sich der Inhalt zu einem flüssigen, durchsichtigen homogenen Gemisch auflöste.

 

Danach wurden beide Phasen mit einem Pistill in einer Fantaschale gemischt, wodurch sich die entstandene Flüssigkeit hellbraun färbte und zu einer Creme verdickte.

  
  

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Fantaschale und Pistill

Diese wurde dann in bereitstehende Tuben gefüllt, die danach verschlossen wurden.

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leere Cremetube

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gefüllte Cremetube

 

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fertige Cremetube


Herstellung von Kernseife

 Zuerst wurde in einem 50 ml Becherglas Natronlauge aus Wasser und Natriumhydroxid hergestellt.

 

In einem 100 ml Becherglas wurden währenddessen mehrere Fette und Öle vermischt und auf 40° erhitzt, sodass die Fette schmolzen.

  
   

Seife

Eine Seife ist ein Natrium- oder Kalium-Salz von Fettsäuren.

Verwendete Fette

Margarine, Kokosfett, Olivenöl

 

 

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Die flüssige Mischung in einem 100 ml Becherglas

  

Danach wurde die Natronlauge unter ständigem Rühren dazugegossen.

 

 

 

Nach 10 bis 15 Minuten begann die Flüssigkeit, sich zu verdicken.

 

 

 

Dann wurde die noch flüssige Seife in Förmchen gefüllt und Kamille hinzugegeben, um der Seife einen guten Duft zu geben.

 

 
 

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Flüssige Seife mit Kamille in einer Form

Da die Seife erst nach weiteren 24 Stunden fest wurde, musste auf dem Rückweg besonders auf eine ruhige Beförderung geachtet werden.



Gewürznelken

Diese Station bestand aus mehreren Nachweisreaktionen für verschiedene Stoffe aus Gewürznelken. Die Reaktionen waren durchweg Farbreaktionen.


   

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Gewürznelken

Gewürznelken sind getrocknete Blütenknospen des Gewürznelken-Baumes, der auf den Molukken wächst.

Sie duften stark und schmecken brennend scharf.

 

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Filterpapier mit Gewürznelken

   

Zuerst wurden Gewürznelken zerrieben und zwei Nelken-Lösungen, eine mit Wasser, die andere mit Ethanol hergestellt und mit einem feuerzeugähnlichen Brenner erhitzt. Die Lösungen wurden danach abfiltriert, sodass eine leicht bräunlich gefärbte Flüssigkeit entstand.

 

Mit den Filtraten wurden dann verschiedene Nachweisreaktionen durchgeführt:

  

 

Gerbstoff-Nachweis

Der Gerbstoff-Nachweis weist pflanzliche Gerbstoffe anhand ihrer Hydroxygruppen in Lösungen nach. Sind Gerbstoffe vorhanden, färbt sich die Lösung dunkel.

 

Der Gerbstoff-Nachweis wurde mit beiden Filtraten durchgeführt, zeigte jedoch nur bei der wässrigen Lösung ein positives Ergebnis.

 

Baeyer-Probe

Die Baeyer-Probe weist Doppelbindungen nach, indem das Reagenz Kaliumpermanganat reduziert wird und seine violette Farbe verliert, wenn es zur Lösung hinzugegeben wird.

 

Sie wurde nur mit der wässrigen Probe durchgeführt.

 

Fehling-Probe

Die Fehling-Probe weist Aldehyde nach, die in der Rinde der Gewürznelken vorkommen.

 

Sie wurde nur mit der ethanolischen Lösung durchgeführt.