Kunstwerk des Monats 2011

Hier stellten wir etwa einmal pro Monat besonders gelungene Schülerarbeiten aus dem Fach Kunsterziehung vor.

Frau Bäuml wählte Arbeiten aus und schrieb Erklärungen dazu.

Herr Mayrhofer fotographierte und präsentierte diese Arbeiten hier.

Die Klassenangaben der Schüler beziehen sich in der Regel auf die Zeit, in der die Arbeit entstand.

Alle klein dargestellten Bilder erscheinen beim Anklicken in Großdarstellung.

Im November ausgezeichnete Schülerarbeit

Kunstwerk des Monats
Felix Schweikl, 5B

„Achat”

Wachsmalkreide, 5. Klasse

Einige gebänderte Achate regten diese Bilder an. Eine große Form wurde angelegt, und - gar nicht so leicht zu zeichnen - mit regelmäßigen geschwungenen Linien in Bänder eingeteilt. Die Farbwahl erfolgte nach subjektiver Vorliebe, wobei zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten besprochen wurden, Kontrastfarben- oder Ton-in-Ton-Malerei.

Das Gestalten der Bänderformen hat etwas mandalaartiges. Das dichte Aneinandersetzen der bunten Streifen lässt die Kinder die Farbwirkungen sehr sinnlich erleben.

Im Oktober ausgezeichnete Schülerarbeit

Kunstwerk des Monats
Roko Sosa, 10E

„Baum”

Wasserfarben, 10. Klasse

Die Bilder entstanden unter dem Eindruck von Landschaftsgemälden Caspar David Friedrichs. Die Gestaltung der Baumlandschaft sollte eine von den Schülern jeweils selbst gewählte Stimmung zum Ausdruck bringen. Dabei spielt auch die Maltechnik eine wichtige Rolle.

So wird die poetische Ausstrahlung der Baumlandschaft von Miriam Kolb durch die irrationalen, zarten Farben, die einander zugewandte „Gestik” der beiden Bäume und durch die Aquarelltechnik hervorgerufen.

Bei Roko Sosas Bild (mit Auszeichnung) beeindrucken die lebendige Gestalt des Baumes und die sehr fein nuancierte Malweise: Den ausdrucksstarken Gewitterhimmel hat er nur aus abgestimmten Grautönen, gemischt aus Schwarz und Deckweiß, herausgearbeitet. Sein zweiter Entwurf wurde als Zeichnung mit weißem Stift auf schwarzem Papier ausgeführt.

Im September ausgezeichnete Schülerarbeit

Kunstwerk des Monats
Maria Wolffram, 7C

„Labyrinth”

Blei- und Buntstiftzeichnung (6. Klasse)

Das Labyrinth wurde nach vorgegebenen Regeln (Isometrieverfahren, Parallelperspektive) mit dem Geodreieck konstruiert. Hier kam es also auf eine exakte, sauber gezeichnete Grundkonstruktion an. Die farbige Gestaltung erfolgte so, dass die räumliche Wirkung betont wurde, und zwar einmal durch die Wahl der Kontrastfarben und zum anderen durch die Zeichentechnik mit dem Buntstift.

Es entstanden unterschiedliche Lösungen. Einige Arbeiten sind dicht bezeichnet und haben eine klare graphische Wirkung, andere wirken durch den gezielt unterschiedlich eingesetzten Druck des Buntstiftes wie magisch leuchtend.

Im August ausgezeichnete Schülerarbeit

Bildgeschichte von Miriam Angermair
Miriam Angermair, 8D

„Bildergeschichte”

An Hand einer kurzen Bildergeschichte von Toni Ungerer haben die Schüler untersucht, wie das Erzählen einer Geschichte in Bildern funktioniert: da wird nach dem Eingangsbild, an Hand dessen die Schüler die Vermenschlichung einer Maus analysierten, eine Geschichte erzählt, die im Schlussbild eine völlig unerwartete Wendung nimmt.

Dann mussten die Schüler die Maus in unterschiedlichen Haltungen und Handlungen als Konturzeichung ausführen und zum Teil kolorieren, um Proportionen und Ausdruck dieser Menschenmaus einzuüben. Abschließend war für dieses Geschöpf eine eigene Geschichte a la Toni Ungerer zu erfinden und zu einer Bildergeschichte zu gestalten.

Im Juli ausgezeichnete Schülerarbeit

Regenbogenschlange von Bea Lima
Bea Lima, 5A

„Regenbogenschlange”, Wasserfarben, großformatige Malerei auf DIN A2

Zunächst war die Aufgabe zu bewältigen, einen mächtigen, in interessanten Kurven gewundenen, sich selbst mehrmals überlagernden Schlangenkörper ausdrucksvoll in das große Format zu setzen (Vorzeichnung). Die farbige Gestaltung erfolgte durch Mischen aller vorkommenden Farbabstufungen aus den drei Grundfarben (Magentarot, Cyanblau, Gelb), die in richtiger Anordnung den Farbenübergang des Regenbogens zeigen.

Die Aufgabe steht im Zusammenhang mit der Farblehre von Johannes Itten (Farbkreis).

Im Juni ausgezeichnete Schülerarbeit

Tonelefant von Alexander Kropp
Alexander Kropp, 7E

„Elefant”, aus Ton geformt, silbergrau glasiert

Diese  Elefanten wurden aus Hohlformen aufgebaut. Die Rundformen für Körper und Kopf haben wir gewonnen, indem wir große rundliche Kieselsteine mit einer Tondecke ummantelt haben. Diese wurde längs aufgeschnitten, der Stein entfernt, die aufgeschnittene Tonform sorgfältig wiederzusammengefügt, durch Drücken und Stauchen stabil gemacht und langsam in die gewünschte Körperform gebracht. Die Oberfläche der inzwischen lederharten Form wurde mit einem stumpfen Messer sorgfältig geglättet und nach dem Rohbrand glasiert. Die beachtliche Größe der Elefanten (etwa 30 cm) machte das Arbeiten anspruchsvoll, neben der künstlerischen, formenden Gestaltung mußte auch sehr auf Stabilität geachtet werden.

Wahlfach Keramik, 7. Klasse

Weitere sehr schöne Arbeit:

Tonelefant von Daniela Stiglmayr
Daniela Stiglmayr, 7E

Im Mai ausgezeichnete Schülerarbeit

Zierschrift von Sidney Pichl
Sidney Pichl, 5D

 

„Mein Name in Zierschrift”

Blei- und Buntstift, zum Teil Filzstift

Die Zeichnungen entstanden nach Betrachtung von mittelalterlichen Initialen.
Zu bewältigen waren die formatfüllende Größe und die Formschönheit der Buchstaben (Bleistiftvorzeichnung), sowie deren freie phantasievolle Ausgestaltung mit Verzierungen aller Art (pflanzlich, figürlich, abstrakt, ...).

Im April ausgezeichnete Schülerarbeit

Schuh von Carla Schmutter
Carla Schmutter, 7D

 

 

„Mein Schuh”

Form und Materialstudie, Bleistift, DIN A3

Im März ausgezeichnete Schülerarbeit

Elephant1
Samuel Pfanzelt, 5C

„Geschmückter Elefant”

Zeichnung mit Blei- und Buntstift auf DIN A3

Die Elefanten wurden nach genauer Beobachtung einer Fotografie gezeichnet. Zum einen sollte die charakteristische Gestalt erfasst und in Bewegung dargestellt werden. Dann sollte die Haut des Elefanten durch eine vorsichtige Schraffurtechnik herausgearbeitet werden. Samuels Elefant wirkt durch die geschickte Schraffur, deren Verreibung und gezielte Verdichtung sogar richtig plastisch.

Ausgezeichnete Arbeiten des letzten Schuljahres

Masken aus Gips und Papier, bemalt

Die Masken wurden als Gipsform vom eigenen Gesicht abgenommen, anschließend mit Kleisterpapier plastisch überformt, farbig bemalt und zum Teil collagiert.

Kunstunterricht bei Frau Bäuml im Sommer 2010

 

 

V.l.n.r.: Felizitas Hiesgen, Meike Untiet, Johannes Runkel

„Tut Anch Amun“

Maske aus Gips und Papier, bemalt

Die Maske wurde als Gipsform vom eigenen Gesicht abgenommen und anschließend mit Kleisterpapier plastisch überarbeitet und farbig bemalt.

Miriam Kolb, 9A, Kunstunterricht bei Frau Bäuml

„Echse“

großformatige Buntstiftzeichnung auf braunem Papier

Krisztina Somogyi, 7E

„Wundervogel“

großformatige Malerei nach dem Gedicht „Rechenstunde“ von Jaques Prévert,

Wachsmalkreide auf schwarzem Tonpapier

 

Nadine Künne, 6F, Kunstunterricht bei Frau Bäuml

Fassadengestaltung à la Erdinger Riverapalais

Es ist unmittelbar erkennbar, dass dieses Fassadenmodell eine sehr detailreiche, präzise ausgeführte und farblich fein gestaltete und somit sehr gute Arbeit ist. Was an gedanklicher Vorbereitung dafür nötig war, erschließt sich vielleicht erst auf den zweiten Blick. Da sind zierende und funktionale archiktektonische Elemente wie Fenstergiebel, Balustraden, Halbsäulen und Rundfenster, aber auch Gesimse und Gebälke. Und dazu noch maßstäbliche und proportionierte Überlegungen: In welchem Maßstab verkleinert das Modell die Wirklichkeit? Wie hoch ist ein Stockwerk? Wie hoch eine Tür? In welcher Höhe beginnt ein Fenster über dem Boden? Das alles vereint das Modell von Lukas Peis in hervorragender Weise.

 

Lukas Peis, 7A, Kunstunterricht bei Herrn Bibl

Farbspirale mit Wasserfarben, DIN A3

Alle in der Spirale vorkommenden Farben wurden aus den Grundfarben Gelb, Zyan und Magenta gemischt.

 

 

Laura Gschlößl, 5A, Kunstunterricht bei Frau Bäuml