Hier stellen wir etwa einmal pro Monat besonders gelungene Schülerarbeiten aus dem Fach Kunsterziehung vor.
Frau Bäuml wählt Arbeiten aus und schreibt Erklärungen dazu.
Herr Mayrhofer fotographiert und präsentiert diese Arbeiten hier.
Die Klassenangaben der Schüler beziehen sich in der Regel auf die Zeit, in der die Arbeit entstand.
Alle klein dargestellten Bilder erscheinen beim Anklicken in Großdarstellung.
„Spirale”
Buntstift oder Wasserfarben, 9. Klasse
Die Spirale tritt als universale Wachstumsgestalt in Mikro- und Makrokosmos in Erscheinung, wie z. B. am Schneckenhaus, am gewundenen Horn der Antilope, im menschlichen Innenohr, in der Gestalt des Embryos, in der Doppelhelix der DNS, im Wasserstrudel, im Wirbelwind und in Spiralnebeln der Galaxie.
In Kunst und Religion hat sie seit Urzeiten symbolische Aussagekraft. Sie steht für Energie und Wachstum, lebendige Entwicklung. Je nach ihrer Ausrichtung, nach außen sich weitend oder nach innen kleiner und enger werdend, kann aber auch ein Weg der Auflösung oder des Todes symbolisiert sein. Die Doppelspirale trägt beide Bedeutungen gleichzeitig.
Solche Bezüge wurden angesprochen und wirkten als Inspiration.
Beim Malen wurde, auch in vorbereitenden Skizzen, besondere Achtung auf die Komposition gelegt: Wie kann ich die einzelnen Elemente des Bildes so zueinander und zum Blattformat in Bezug setzen, dass eine spannende Bildwirkung entsteht? Hier spielen bewußt eingesetzte „gedachte” Achsen (z. B. Diagonalen) eine Rolle, wie auch die gewählte Anzahl, Größe und Anordnung der einzelnen Spiralen.
Johanna hat das vorgegebene Format zuerst etwas verkleinert, um es mit den großen Spiralen anschließend zu sprengen.
Dadurch wird die kraftvolle und dynamische Wirkung der farbintensiven Spiralformenen eindrucksvoll gesteigert.