Anne Frank

Leitbild des Anne-Frank-Gymnasiums

Anne-Frank-Mosaik
Mosaik von Claudia Sturm (Leistungskurs Kunst)

Unseren Schülerinnen und Schülern soll

  • eine Ausbildung von hoher Qualität sowie
  • menschliche Wärme und ein Gefühl der Zugehörigkeit

vermittelt werden.

Wichtig sind der Schulgemeinschaft die Werte, die durch den Namen „Anne Frank“ in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht werden können:

Anne Frank ist ein Name ...

  • ... für Völkerverständigung.
    Schüleraustausch mit Schulen in Frankreich, England, Italien und Polen; Wochen der interkulturellen Begegnung
  • ... für Toleranz.
    (Siehe Hausordnung!)
  • ... für respektvollen Umgang miteinander.
    (Siehe Hausordnung!)
  • ... gegen Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten.
    Der Schülerarbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ (seit 2001) führt jedes Jahr neben anderen Aktionen ein Anti-Rassismus-Training mit den fünften Klassen durch (Zusammenarbeit mit Behinderten der St.-Nikolaus-Schule Erding).
    (Siehe Hausordnung!)
  • ... gegen das Vergessen.
    Nur wer die Geschichte kennt und versteht, kann die Zukunft verantwortungsvoll gestalten, und darauf müssen wir unsere Jugend vorbereiten! Jedes Jahr erfolgt eine Einführung der fünften Klassen in die Thematik durch die Ausstellungsbegleiter der Anne-Frank-Ausstellung 2006.

Biographie der Anne Frank

12. Juni 1929

Anne Frank wird als Tochter des jüdischen Kaufmanns Otto Frank und dessen jüdischer Frau Edith (geb. Holländer) in Frankfurt/Main geboren.

1933

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten emigriert ihr Vater nach Amsterdam, wo er Direktor der holländischen Niederlassung der Firma Opekta wird.

1934

Anne Frank, ihre Mutter und ihre Schwester Margot folgen dem Vater nach Amsterdam. Sie besucht den Montessori-Kindergarten.

1935

Wechsel zur Grundschule.

1940

Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande wird ihr Leben zunehmend von antisemitischen Regeln und Gesetzen eingeschränkt.

1941

Wechsel zum jüdischen Lyzeum.

14. Juni 1942

Anne Frank beginnt, in holländischer Sprache ihr Tagebuch zu schreiben.

6. Juli 1942

Nach dem Beginn der Deportationen versteckt sich die Familie, da die Flucht aus den besetzten Niederlanden unmöglich ist.

Die Familie Frank wird mit vier weiteren Menschen im Hinterhaus des väterlichen Geschäfts in der Prinsengracht 263 von den holländischen Angestellten der Firma versteckt und versorgt. In ihrem Tagebuch beschreibt Anne Frank das Leben im Versteck sowie tagespolitische Ereignisse. Das Zusammenleben von acht Menschen auf engstem Raum und die sich daraus ergebenden Konflikte schildert sie ebenso wie ihre eigenen Krisen.

Juni 1943

Aus den Niederlanden werden 1.250 Kinder in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Sie berichtet auch darüber in ihrem Tagebuch.

1944

Im Sommer fertigt Anne Frank eine Reinschrift ihres Tagebuchs, um es nach Ende des Zweiten Weltkriegs als Buch mit dem Titel „Het Achterhuis“ zu veröffentlichen.

1. August 1944

Letzte Eintragung in ihrem Tagebuch.

4. August 1944

Das Versteck wird verraten. Die dort Verborgenen werden von der Sicherheitspolizei verhaftet und deportiert. Die holländischen Angestellten der Firma Opekta finden Anne Franks Tagebuch. Anne Frank kommt mit ihrer Schwester über das Arbeitslager Westerbork in das Vernichtungslager Auschwitz und dann in das KZ Bergen-Belsen.

März 1945

Einige Wochen vor der Befreiung stirbt Anne Frank im KZ Bergen-Belsen an Typhus.

Juni 1947

Ihr Vater, der einzige Überlebende der Familie, gibt das Tagebuch in Amsterdam heraus. Es wird in 55 Sprachen übersetzt und erzielt als Zeitdokument außerordentliche Wirkung.

2. Oktober 1956

Deutsche Erstaufführung des im Vorjahr in englischer Sprache publizierten Theaterstücks „Das Tagebuch der Anne Frank“ im Rahmen der Berliner Festwochen.

1959

Verfilmung des Tagebuchs.

1986

Publikation einer textkritischen Ausgabe des Tagebuchs, die Zweifel an der Authentizität widerlegt. Trotzdem sollen einzelne Passagen der Aufzeichnungen noch immer nicht publiziert sein.