Exkursionen: Schülerlabor Max-Planck-Institut und Nano-Lab

Biologisch-Chemisches Praktikum in der Oberstufe

„Wie wasche ich meine Wäsche richtig und warum ist das so?“

„Wie unterscheiden sich verschiedene Haushaltsmittel?“

„Was passiert beim Anbraten von Kartoffeln?

„Wie stelle ich Seidenstrümpfe, Kunststoffe für WC-Steine, Farben oder Aspirin her?“

 

Was hier klingt wie ein Haushaltskurs für Fortgeschrittene, hat in Wirklichkeit biologische und chemische Hintergründe, die im Biologisch-Chemischen Praktikum (BCP) experimentell durchleuchtet werden. Das ist ein vertiefender Kurs in der Oberstufe, der in Form eines Wahlpflichtfaches belegt werden kann und einmal wöchentlich stattfindet. Man bewegt sich thematisch aber nicht nur im Haushalt, sondern geht dem Leben auch auf den Grund - Sezieren von Organen oder Tieren, ökologische Untersuchungen, DNA-Isolierungen etc. -  auch das ist das BCP. Um schließlich noch einen Eindruck von „echter“ Laborarbeit und dem Alltag in der Forschung zu erhalten, gehören auch Exkursionen zum Programm. So durften die Schüler in diesem Schuljahr im Schülerlabor des Max-Planck-Instituts in Garching selbst gentechnische Methoden anwenden oder im Nano-Lab in München ein Elektronenmikroskop bedienen.

 

Zwei Schülerinnen, Lisa Wolf und Maria Wolffram, beschreiben im Folgenden ihre Erfahrungen.

 

Exkursion zum Schülerlabor des Max-Planck Instituts in Garching am 29.04.2016

"Wissenschaftliches Arbeiten in einem echten Labor kennenlernen"
Das hat sich Frau Schindlbeck für ihre Schüler des BC-Praktikums (Biologisch-Chemisches Praktikum) und Teile ihres Biologiekurses gewünscht, weshalb sie sich an das Forschungszentrum für Gentechnik in Bayern gewendet hat. Mit Erfolg - wir haben tatsächlich einen der heißumkämpften Plätze ergattert. Nach einer theoretischen Vorbereitung im Unterricht ging es dann am Freitag, den 29.04.16 Richtung Großhadern.

 

Gruppenbild im Schülerlabor Max-Lab

Die gesamte Gruppe im Labor

Dort angekommen, stelle uns Frau Dr. Ina Peters die aktuelle Forschung im Labor Großhadern vor. Es wird momentan untersucht, inwiefern eine Veränderung der DNA (Mutation, auch SNP genannt) an einer bestimmten Stelle den Verlauf einer Krebserkrankung beeinflusst. Für die Laborforschung sind die Vervielfältigung der DNA (Replikation) und ihre anschließende Auftrennung durch eine sogenannten Gelelektrophorese sehr wichtige Verfahren. Anders als im Schulalltag, hatten wir die Gelegenheit diese selbst durchzuführen.

Nun ging es an die Praxis: Weil jede Zweiergruppe immer nur genau so viel von der Probe bekommen hat, wie auch tatsächlich benötigt wurde, mussten wir mit den sehr genauen Pipetten ganz exakt arbeiten, was manch einen an seine Grenzen stoßen ließ. Bevor diese Analyse ausgewertet werden konnte, durften wir eine "wissenschaftliche Spielerei" durchführen und unsere eigene DNA extrahieren. Nun haben wir ein Andenken an diesen sehr aufschlussreichen Forschungstag.

Eine Schülerin bei der Arbeit

Eine Schülerin bei der Arbeit

Wir haben durch unsere Exkursion das wissenschaftliche Arbeiten in einem Labor, samt Kittel und Sicherheitshinweisen, genauer kennengelernt und uns wurde klar gemacht, dass die Forschung einem Menschen viel Geduld und Durchhaltevermögen abverlangt.

 

Exkursion zum Labor für Nanotechnologie in München am 14.07.2016

Nach einer Führung durch das Labor durften die Schüler das Herzstück kennenlernen: Das Elektronenmikroskop. Mit diesem überaus teuren Gerät kann man Nanostrukturen sehr exakt dreidimensional betrachten. Eine Schülerin bedient das Elektronenmikroskop und untersucht damit eine Ameise:

 

 

Exkursionen im Schuljahr 2016/2017

Nanoteach- Einladung von Umweltministerin Ulrike Scharf im Oktober 2016

Im Oktober wurde dem BCP die Ehre zuteil, von der Umweltministerin Ulrike Scharf in das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in München eingeladen zu werden. Im Programm „Nano-Teach“ erarbeitet das LGL Lehrmodule für die Schulen, um das Wissen über diese zukunftsweisende und ressourcenschonende Technologie zu stärken. Das BCP ließ sich hierbei von Projektleiter Prof. Dr. Hermann Fromme über die Entwicklungen auf dem Gebiet der Nanotechnologie informieren und Nanostrukturen im Rasterelektronenmikroskop zeigen.

 

Das Max-Lab- Gentechnische Arbeitsmethoden im Mai 2017

Frau Dr. Ina Peters stellt im Max-Lab des Max-Planck Instituts für Biochemie und Neurobiologie in Großhadern die aktuelle Forschung im Bereich der Gentechnik vor. Der Tag gestaltete sich als ein bunter Mix aus wissenschaftlichen Vorträgen über das Institut selbst und über die Thematik, an der gerade geforscht wird: Die Entstehung von Krebs und den Einfluss der Gene auf den Verlauf der Krankheit. Die Erkenntnisse daraus konnten später im Labor von jedem Schüler selbst getestet werden. Den Schülern wurde klar: Wissenschaft macht Spaß, ist aber auch mit viel Geduld und Durchhaltevermögen verbunden.